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Facebook beschränkt Live-Streams nach Terror-Anschlag

15.05.2019 | 15:10 Uhr | Denise Bergert

Facebook will die Live-Streaming-Funktion im sozialen Netzwerk in Zukunft für bestimmte Nutzer sperren.

Facebook will künftig schärfer gegen den Missbrauch der Live-Stream-Funktion im sozialen Netzwerk vorgehen. In einem Blog-Beitrag kündigte Guy Rosen, Vice President of Integrity bei Facebook, eine „One Strike“-Politik für die Funktion an. Verletzt ein Nutzer im Live-Stream oder auf seinem Profil die Community-Richtlinien von Facebook, bekommt er eine Verwarnung und kann Facebook Live für einen bestimmten Zeitraum nicht mehr nutzen. Verstöße stellen laut Facebook nicht nur der Missbrauch der Live-Streaming-Funktion für unangemessene Inhalte dar, sondern etwa auch die Veröffentlichung von Links zu terroristischen Webseiten im Facebook-Profil dar.

Die Beschränkung von Facebook Live ist ein weiterer Schritt der neuen Dangerous Individuals and Organizations Policy , die Facebook Anfang des Monats vorgestellt hatte. Die neuen Richtlinien hatte unter anderem dazu geführt, dass die Rechtsextremisten Paul Nehlen, Alex Jones und Milo Yiannopoulos bei Facebook und Instagram gesperrt wurden. Die Beschränkung von Facebook Live sei nur einer von vielen Schritten. In Zukunft dürfen Mitglieder, die gegen die Facebook-Richtlinien verstoßen beispielsweise auch keine Werbeanzeigen mehr erstellen. Die Verschärfung der Richtlinien ist eine Reaktion auf einen Terror-Anschlag auf mehrere Moscheen in neuseeländischen Christchurch, die vom Attentäter live über Facebook gestreamt wurden.

Siehe auch: Die 23 besten Facebook-Tipps: Ihr Account unter Kontrolle

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