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Facebook benennt sich in Meta um – der Grund

29.10.2021 | 08:55 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Mark Zuckerberg hat den neuen Namen des Facebook-Konzerns verraten. Das sind die Gründe für die Umbenennung.

Die Katze ist aus dem Sack, die Gerüchte haben sich bestätigt: Facebook benennt sich in "Meta" um. Das teilte Facebook jetzt mit. Der neue Name gilt aber nur für den Dachkonzern, die einzelnen Dienste wie eben Facebook, Whatsapp und Instagram behalten ihre bisherigen Namen.

Wie immer, wenn sich ein Konzern umbenennt, ist viel Marketing-Sprache im Spiel, wenn Mark Zuckerberg ankündigt: „Wir stehen am Anfang des nächsten Kapitels für das Internet, und es ist auch das nächste Kapitel für unser Unternehmen“. Mark Zuckerberg verspricht, dass Meta den Menschen dabei helfen soll, sich miteinander zu verbinden, Gemeinschaften zu finden und Geschäfte wachsen zu lassen. Facebook habe sich für Meta entschieden, da es “darüber” bedeuten kann und Facebooks Einsatz für die Entwicklung von sozialen Technologien beschreibe, die über dem liegen würden, was mit digitalen Netzwerken heute möglich sei.

Metaverse

Ein sogenanntes „Metaverse“ beziehungsweise „Metaversum“ (in Anlehnung wohl an „Universum“), wie es Mark Zuckerberg nennt, soll sich in das Dreidimensionale ausweiten und die Online-Erfahrung mit der realen Welt verbinden; Zuckerberg verwendet in diesem Zusammenhang das fast schon unvermeidbare Schlagwort „immersiv“.

Der Internetnutzer soll also Teil der „Erfahrung“ sein und nicht nur darauf schauen. Zuckerberg weiter: „Das Metaversum wird ein soziales, virtuelles 3D-Erlebnis sein, in dem man mit anderen Menschen Erlebnisse teilen kann, auch ohne persönlich zusammen zu sein –  und gemeinsam Dinge tun kann, die man in der physischen Welt nicht tun könnte.“

Dabei dürften Hologramm-Techniken eine wichtige Rolle spielen. So soll man sich zum Beispiel virtuell im Büro befinden oder an einem Konzert teilnehmen zusammen mit Freunden, obwohl man physisch gar nicht vor Ort ist.

Zuckerberg: „Ich bin stolz auf das, was wir bisher aufgebaut haben, und gespannt auf das nächste Kapitel. Wir werden die Grenzen des heute Möglichen überwinden, die Einschränkungen der Bildschirme hinter uns lassen, uns über geografische und physikalische Barrieren hinwegsetzen – und auf eine Zukunft zusteuern, in der alle Menschen zusammenkommen, neue Möglichkeiten schaffen und neue Dinge erleben können. Diese Zukunft geht weit über ein einzelnes Unternehmen hinaus. Sie wird von uns allen gestaltet werden.“

Und weiter: “Im Moment ist unsere Marke so eng mit einem Produkt verbunden, dass sie unmöglich alles repräsentieren kann, was wir heute tun, geschweige denn in der Zukunft tun werden. Ich hoffe, dass wir mit der Zeit als Metaversum-Unternehmen wahrgenommen werden, und ich möchte unsere Arbeit und Identität auf das ausrichten, worauf wir hinarbeiten“.

Meta soll Entwickler von AR- und VR-Anwendungen sowie Content-Schaffende zusammenbringen. Dieses neue Metaverse soll künftig der Mittelpunkt von Mark Zuckerbergs Strategie sein und nicht mehr nur das soziale Netzwerk im Fokus stehen.

Facebook und Meta ist wie Google und Alphabet

Meta nimmt im Facebook-Konzern also eine ähnliche Rolle ein wie Alphabet in der Google-Welt. Außerdem führt Facebook mit seiner neuen Unternehmensmarke ein neues Logo und neue Farben einm, wie Facebook erklärt: "Das Logo ist in einem blauen Farbverlauf gehalten - als Anspielung auf unsere Tradition. Es ist so gestaltet, dass es in 3D erlebt werden kann, sodass es im Metaversum zum Leben erwachen kann - und man sich durch es hindurch und um es herum bewegen kann." 

Meta besitzt bereits einen Twitter-Account .

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