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Facebook Messenger Rooms für bis zu 50 Teilnehmer

27.04.2020 | 13:29 Uhr |

Mit Facebook Messenger Rooms können bis zu 50 Teilnehmer Video-Gespräche führen. Es gibt aber einen Nachteil bei der Privatsphäre.

Facebook hat einen neuen Dienst mit dem Namen “Messenger Rooms” eingeführt, mit dem bis zu 50 Personen gleichzeitig an einem Videoanruf teilnehmen können. Damit reagiert das Unternehmen auf den enormen Anstieg der Videoanrufe seit der Coronavirus-Pandemie.

Der zuvor eher wenig eingesetzte Videokonferenz-Anbieter Zoom erlangte dadurch seine Bekanntheit und Zoom wurde weltweit zu einer der am häufigsten heruntergeladenen Anwendungen. Andere Anbieter versuchen sich diese Nische nun auch zunutze zu machen.

Messenger Rooms ermöglicht es Ihnen, einen Videochat mit bis zu 50 Personen entweder über die Messenger-App oder die Facebook-Anwendung zu starten. Der Anruf kann für eine unbegrenzte Zeit durchgeführt werden. Durch die Weitergabe eines Beitritt-Links können weitere Personen teilnehmen. Ein Facebook-Konto wird nicht vorausgesetzt. 

Facebook Rooms Benutzer-Oberfläche
Vergrößern Facebook Rooms Benutzer-Oberfläche
© Facebook

“Bald können Rooms auch über Instagram Direct, Whatsapp und Portal erstellt werden”, so CEO Mark Zuckerberg in einem Livestream zur Ankündigung von Facebook Messenger Rooms. Der Unterschied zu Zoom besteht darin, dass es keine zeitliche Beschränkung gibt. Zusätzlich können Anrufe gesperrt werden, um den Zutritt für andere Personen zu verhindern. Das Verlassen eines Videoanrufs ist trotzdem weiterhin möglich.

Auch ein nettes Feature: 360-Grad-Hintergründe, die Sie an wunderschöne Orte versetzen, vom Strand bis zu einem luxuriösen Appartement auf dem Wasser. Durch Ambient Lighting und AR wird Ihr Gesicht der ausgewählten Umgebung entsprechend farblich angepasst.

Facebook Rooms Desktop-Anwendung
Vergrößern Facebook Rooms Desktop-Anwendung
© Facebook

Die Funktionalität und Merkmale der Messenger Rooms scheinen eine Reaktion auf den Erfolg von Zoom und Houseparty zu sein. Allerdings ist Messenger selbst nicht mit dem Ende-zu-Ende-Verfahren verschlüsselt, ebenso wenig wie Rooms, so dass die Lösung weniger auf Privatsphäre ausgerichtet ist als Facebook Sie glauben lässt.

Die "Privatsphäre", mit der Facebook wirbt, ist nicht wirklich Privatsphäre, wie in diesem Forbes-Artikel untersucht wird. Das Unternehmen sammelt nach wie vor Daten und gibt sie an Dritte weiter. Beide haben Zugang zu Ihrem breiteren Facebook-Profil und Ihren Daten. Und obwohl es möglich ist, Räume ohne ein Facebook-Konto zu nutzen, sagte das Unternehmen: "Wir erhalten einige Daten wie Ihren Geräte- und Browsertyp, Ihre Nutzungsinformationen und technische Informationen".

Lesetipp: Wir stellen Videokonferenz-Tools vor - nicht nur für kleine Gruppen

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