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Faceapp: Fake-Version infiziert Geräte mit Adware

25.07.2019 | 13:41 Uhr | René Resch

Sicherheitsforscher von Kaspersky konnten eine Fake-Version der beliebten Faceapp identifizieren, die Adware auf den Geräten installiert.

Neben den Datenschutz-Bedenken der gehypten Gesichtsbearbeitungs-App Faceapp ist nun wohl auch noch eine gefälschte Anwendung im Umlauf. Die gefälschte App wurde dabei von Kaspersky identifiziert. Laut Kaspersky gibt sich die App als Faceapp aus und infiziert die Geräte mit dem Adware-Modul „Mobidash“.

Sobald ein Nutzer sich die Anwendung von inoffiziellen Quellen heruntergeladen und installiert hat, simuliert die App einen Absturz und wird daraufhin entfernt. Das Adware-Modul verbleibt jedoch unauffällig weiterhin auf dem Gerät und zeigt munter Werbung an.
Kaspersky zufolge gingen innerhalb von nur zwei Tagen rund 500 Nutzer der Fake-App auf den Leim. Ab dem 7. Juli traten erste Erkennungen auf und inzwischen sollen schon fast 800 verschiedene Modulmodifikationen identifiziert worden sein.

Mobidash wird oftmals hinter beliebten Anwendungen und Diensten versteckt. Kaspersky geht davon aus, dass die Aktivitäten von Fake-Versionen von Faceapp noch weiter zunehmen könnten: „Wir raten Nutzern dringend, keine Apps aus inoffiziellen Quellen herunterzuladen und Sicherheitslösungen auf ihren Geräten zu installieren, um diese abzusichern und Schäden zu vermeiden.“

Kaspersky-Software erkennt die Adware als: HEUR:AdWare.AndroidOS.Mobidash.

Faceapp lässt Ihre Selfies altern

Faceapp ist eine Gesichtsbearbeitungs-App, die Ihre Selfies verändern kann. So gibt es auch die Funktion, die Menschen deutlich gealtert erscheinen lässt. In kürzester Zeit erlebte die App einen riesigen Hype, da berühmte Personen aus dem Showgeschäft ihre Fotos per Faceapp bearbeitet hatten. Schnell wurden Sicherheitsbedenken laut. Die Macher reagierten allerdings bereits auf die Datenschutz-Bedenken.

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