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FBI verfolgt Drogenhändler auf Playstation 4

05.12.2019 | 14:57 Uhr | Michael Söldner

Über Nachrichten im Playstation Network verkaufte ein US-Amerikaner Kokain. Nun läuft ein Gerichtsverfahren.

Aktuelle Konsolen bieten zahlreiche Möglichkeiten, um sich mit anderen Spielern zu vernetzen. Die Onlinefunktionen der Playstation 4 soll ein US-Bürger genutzt haben, um seine Drogengeschäfte zu organisieren. Der Mann aus Kansas City, Missouri, soll Kokain mit einem Kilopreis von 34.000 US-Dollar über die Sony-Konsole zum Verkauf angeboten haben. Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass schon im Oktober ein Durchsuchungsbeschluss durch das FBI gefordert wurde. Darin wurde Sony zur Herausgabe der Daten des betreffenden Nutzers gebeten. Konkret ging es um gespielte Spiele, Nachrichten sowie die Freundesliste. Ob es zur Herausgabe durch Sony gekommen ist, bleibt offen. 

Aufgeflogen ist der Kriminelle, nachdem er einen Informanten der Bundespolizei in einem Onlinespiel per Audiochat kontaktiert hatte. Die als Beweis genutzten Gespräche wurden aber wohl vom Informanten erstellt. Eine Mithilfe bei der Aufklärung durch Sony ist in den Dokumenten nicht vermerkt. Sony selbst wollte sich zu diesem Thema nicht äußern. Möglicherweise befürchtet der Konzern, dass Nutzer den Schutz ihrer Daten gefährdet sehen. Immer häufiger werde laut Motherboard von Konsolenherstellern oder Chatbetreibern die Herausgabe von privaten Nutzerdaten zur Aufklärung von Straftaten gefordert. Der Chat in Spielen soll den Kriminellen dabei nicht als sicherer Ort für ihre Geschäfte dienen.

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