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FBI: Mann wollte "70 % des Internets" zerstören

12.04.2021 | 16:09 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Das FBI hat einen Mann verhaftet, der mit C4-Sprengstoff einen massiven Anschlag auf das Internet plante.

Im US-Bundesstaat Texas meldet das FBI die Verhaftung eines 28 Jahre alten Mannes, der mit einem Bombenanschlag laut eigenen Angaben "70 Prozent des Internets" zerstören wollte. Das berichtet die Sicherheits-Seite Bleepingcomputer mit Verweis auf die Anklageschrift. Der Mann sei am vergangenen Donnerstag verhaftet worden, nachdem er versucht hatte, von einem FBI-Undercover-Agenten C4-Sprengstoff zu kaufen. Mit dem Sprengstoff wollte er ein Amazon-Datenzentrum angreifen.

Das FBI fand die ersten Hinweise auf die Pläne des Mannes bereits im Januar, als er Untergrund-Forum mit dem Nutzernamen "Dionysus" nach Unterstützern untersuchte. Den C4-Sprengstoff versuchte er auch über die Signal-App zu besorgen. So erklärte er einem seiner Kontakte in einer der verschlüsselten Signal-Nachricht: "Oh ja - wenn ich Krebs oder so etwas hätte, würde ich einfach mit einer Bombe in ihre Server fahren." Bei der Gelegenheit erklärte der Mann auch, er hoffe mit seiner Tat "24 bis 70 Prozent des Internets" zerstören zu können. Er präsentierte auch eine Liste mit Adressen von Amazon-Datenzentren, die attackiert werden könnten. Zu seinen Zielen gehörte es auch, mit der Aktion der US-Regierung und Diensten wie der CIA und FBI Schaden zuzufügen.

Der Kontaktpartner informierte das FBI und die Behörde setzte einen Undercover-Agenten an den Fall, der sich als Verkäufer des C4-Sprengstoffs ausgab. Am 8. April traf sich der FBI-Mitarbeiter dann mit dem Mann. Nachdem ihm ein Blindgänger überreichte wurde, schlug das FBI zu und verhaftete den Mann. Bei einer Verurteilung drohen ihm nun 20 Jahre Haft in einem US-Bundesgefängnis.

Ein Amazon-Sprecher kommentierte die Verhaftung mit den Worten:

Wir möchten dem FBI für ihre Arbeit bei dieser Untersuchung danken. Wir nehmen die Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kundendaten unglaublich ernst und überprüfen ständig verschiedene Quellen auf mögliche Bedrohungen. Wir werden diese Wachsamkeit gegenüber unseren Mitarbeitern und Kunden auch weiterhin beibehalten.

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