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Experten: AMD hat Potenzial für 40 Prozent Marktanteil

29.06.2013 | 09:05 Uhr | Christian Löbering

Als Beleg für diese These mag das Beispiel Dell gelten: Der Direktvertreiber hatte sich bis zum Mai 2006 strikt geweigert, andere Prozessoren als die von Intel in seinen Rechnern - seien dies PCs oder Server - einzusetzen. Von dieser Linie kam der PC-Marktführer ab , als er feststellen musste, dass die Gewinne mit seinen Rechnern schmolzen und als er zu konstatieren hatte, dass andere Anbieter wie Erzrivale Hewlett-Packard (HP) mit dem Einsatz von AMD-Prozessoren nicht nur in Lowend-Systemen, sondern vor allem auch in Servern Erfolg hatten.

Ein Hersteller wie Sun Microsystems, der früher alle seine Workstations und Abteilungs- und Firmen-Systeme mit den eigenen Sparc-CPUs ausstaffierte, hat seine Wiedergeburt als erfolgreicher Serveranbieter unter anderem dem Angebot von Rechnerlinien zu verdanken, die mit AMDs 64-Bit-Chip "Opteron" versehen sind. IBM wiederum hat seine Beziehungen zu AMD im Server-Umfeld ebenfalls erheblich ausgebaut .

Allerdings hat AMDs Konkurrent Intel, bislang immer noch klarer Marktführer im Segment der Rechnerprozessoren, mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt. Nachdem das Unternehmen im letzten Quartal mit heftigen Umsatzeinbrüchen zu kämpfen hatte, reagierte Firmenchef Paul Ottelini. Nicht nur durchläuft das Unternehmen momentan eine Umstrukturierung, die rund 1000 Managern den Job kostet . Intel will vielmehr auch mit einer massiven Produktoffensive den Konkurrenten AMD wieder in die Schranken verweisen. Hierzu dient auch eine Anzeigenkampagne, mit der das Unternehmen in deutschen Tageszeitungen in ganzseitigen Werbeschaltungen neue Prozessoren ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen will.

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