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Exoskelett spart 14 Prozent Kraftaufwand beim Joggen

26.03.2020 | 13:09 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Mit einem neuen Exoskelett laufen Jogger deutlich leichter. Bis zu 14 Prozent Kraft soll sich damit beim Laufen sparen lassen.

Die Forschungen bei den Exoskeletten schreiten voran. So haben Wissenschaftler der Stanford University jetzt ein Exoskelett vorgestellt, das vor allem die Fußgelenke entlasten soll. Dieses Exoskelett für Füße und Unterschenkel soll das Laufen um 14 Prozent leichter machen, wenn man es mit dem Laufen nur mit normalen Laufschuhen ohne Exoskelett vergleicht. Es soll sogar schon eine Variante geben, bei der der Läufer bis zu 24 Prozent Kraft spart. Das berichtet Daily Mail.

Es sind unterschiedliche Einsatzzwecke für ein solches Exosklelett denkbar. Menschen mit schlechter Kondition, die aus gesundheitlichen Gründen ein Lauftraining starten wollen oder müssen, könnte mit Hilfe des Exoskeletts der Einstieg in den Laufsport erleichtert werden. Da sie sich mit dem Exoskelett weniger anstrengen müssen.

Menschen mit tatsächlichen körperlichen Einschränkungen oder Behinderungen könnten sich mit Hilfe des Exoskeletts wieder mehr und weiter bewegen können. Rettungskräfte könnten damit im Einsatz schneller und weiter laufen können. Ebenso könnte das Exoskelett Soldaten im Einsatz helfen.

Der Testaufbau.
Vergrößern Der Testaufbau.
© robotics.sciencemag.org/content/5/40/eaay9108

Den um 14 Prozent verringerten Kraftaufwand ermittelten die Forscher unter Laborbedingungen . Dabei liefen die Probanden auf einem Laufband: Einmal mit Exoskelett und einmal ohne. Die Wissenschaftler betonen, dass das Exoskelett derzeit nur auf einem Laufband nutzbar wäre und nicht in freier Wildbahn. Denn die Technik an Fuß und Unterschenkel des Läufers ist über Kabel mit einem Motor neben dem Läufer verbunden – diese Konstruktion ist also nicht praxistauglich. Doch die Forscher arbeiten bereits daran das zu ändern und die gesamte Technik direkt in das Exoskelett zu integrieren.

Der Sportartikelhersteller Nike unterstützt die Forschung der Stanford-Wissenschaftler finanziell.

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