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Ex-Technik-Chef von Facebook: Glücklicher als bei Google

03.02.2020 | 12:33 Uhr | Thomas Hartmann

Der Unternehmer und Programmierer Bret Taylor vergleicht seine Zeit bei Google und Facebook – und rühmt besonders Facebook-Chef Mark Zuckerberg als sehr kooperativ.

Bret Taylor war bis 2012 Technik-Chef bei Facebook und dort vor allem für die mobile Plattform zuständig, wobei er ein großes Nutzerwachstum verzeichnen konnte, wie Businessinsider.de in einem Artikel zusammenfasst . Inzwischen betreibt er mit dem Cloud-Dienst Quip   ein eigenes Unternehmen. Als er nun auf der Online-Plattform Quora nach seiner Zeit mit Mark Zuckerberg befragt wurde, antwortete er: ”Es war ehrlich gesagt eine der lohnendsten Gelegenheiten, die ich je in meinem Berufsleben hatte“.

Vor allem schätzte er an Mark Zuckerberg als Chef und Manager seine Offenheit für neue Ideen und wie dieser versuchte, immer den Standpunkt seines Gesprächspartners so genau wie möglich zu verstehen. Dies geschah oft bei ausgedehnten Spaziergängen über den Facebook-Campus, wenn Produkte und Strategien zu diskutieren waren. Mark Zuckerberg sei dabei niemals auf Konfrontation ausgewiesen, sondern habe gemeinsam um die richtige Antwort gerungen. Das habe oft Stunden, Tage und bis zu Wochen dauern können.

Insofern sieht Taylor Facebook auch als den besseren Arbeitgeber im Vergleich zu seiner Zeit bei Google. Dort arbeitete er maßgeblich mit am Kartendienst Google Maps und habe beim Suchmaschinen-Giganten sehr viel Freiheit für eigene Ideen und Produkte gehabt. Doch diese seien von Google kaum überwacht worden, bis dann sehr plötzlich und schnell entschieden werden musste, was manchmal dazu führte, dass Produktstarts abgesagt und Programmierer sich überstürzt um Integration der diversen Entwicklungen kümmern mussten.

Zuckerberg sei dagegen bei Facebook immer sehr stark involviert gewesen, ”aber auf eine bedeutungsvolle und transparente Art”, so Taylor weiter. Er habe ein bisschen Unabhängigkeit gegen Stabilität, Transparenz und Inklusivität getauscht. Die Diskussionen mit Mark Zuckerberg seien stets ”extrem intellektuell belohnend” gewesen. Vergleicht er beide Erfahrungen, sei er bei Facebook oft glücklicher gewesen, so Taylor als Fazit.

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