105848

Es gibt keine guten Würmer

12.02.2004 | 15:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Trotzdem stehen Sicherheitsexperten dem Treiben der vermeintlichen Wohltäters ablehend gegenüber. "Der Autor dieses Wurms fühlt sich vielleicht wie ein moderner Robin Hood, aber es gibt einfach keinen guten Virus", sagt Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos. "Nachi-B infiziert Computer ohne Erlaubnis, raubt Netzwerkbandbreite, CPU-Zeit und Festplattenspeicher und ändert das Setup sowie Daten des Computers. Ein Wurm kann sehr schnell außer Kontrolle geraten und zu nicht vorhersehbaren Konflikten führen. Es ist deshalb unerlässlich, dass Computer-Anwender Sicherheitslücken in Software von Microsoft durch Patches schließen und sicherstellen, dass ihr Virenschutz voll up-to-date ist", fährt Cluley fort.

Microsoft stellt seit letztem Jahr einen Patch zur Verfügung, um Blaster und Nachi auszusperren. Dieser Patch sollte sich nach dem Blaster-Desaster eigentlich längst auf jedem Rechner befinden, insofern sollte Nachi-B kaum Möglichkeiten zur Verbreitung haben. Unter Windows XP können Sie sich unter "Systemsteuerung, Software" leicht vergewissern, ob der Patch bereits aufgespielt ist. Er trägt die Bezeichnung KB823980.

Bis Redaktionsschluss lagen uns keine Hinweise vor, dass der Wurm tatsächlich schon in freier Wildbahn verbreitet ist. Allenfalls eine einzige Infektion scheint wirklich stattgefunden zu haben. Weitere Informationen zu Nachi-B finden Sie hier .

Doomjuice.B: Angreifer verfeinern DoS-Attacken-Routine (PC-WELT Online, 12.02.2004)

Mydoom: Neue Varianten könnten drohen (PC-WELT Online, 05.02.2004)

PC-WELT Marktplatz

105848