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Erste Intel Rocket Lake-S CPUs im Geekbench

27.01.2021 | 09:36 Uhr | Sebastian Schenzinger

Laut neuesten Gerüchten könnten die anstehenden Rocket Lake-S CPUs, allen voran der Core i9-11900K, bereits im September von ihren Nachfolgern in Form von Alder Lake-S abgelöst werden. In der Zwischenzeit sind erste Geekbench Ergebnisse zum Core i9-11900K, dem Core i7-11700K und dem Core i5-10500 aufgetaucht.

Die auf der CES groß angekündigten Rocket Lake-S CPUs sind noch nicht einmal auf dem Markt, da gibt es schon erste Gerüchte, dass der Nachfolger Alder Lake-S bereits im September erscheinen soll. Damit würde der Core i9-11900K nach nur einem halben Jahr auf dem Markt bereits zum alten Eisen gehören. Währenddessen sind die ersten Benchmark-Werte im Geekbench zum Core i5-11500, dem Core i7-11700K und dem Core i9-11900K aufgetaucht. Die Ergebnisse sprechen für eine sehr hohe Singlecore-Leistung und einer Multithreading-Performance, die - zumindest in Anbetracht der Anzahl an Rechenkernen - mit AMD mithalten können soll.

Ablöse für Rocket Lake-S bereits ein halbes Jahr später

Voraussichtlich im März soll Intels 11. Generation der Desktop-Prozessoren mit dem Core i9-11900K als neuem Flaggschiff erscheinen. Wie auch der Vorgänger Comet Lake-S setzt Rocket Lake-S auf den Sockel 1200. Auch wenn Intel die CPUs nach wie vor in 14nm fertigt, kommt mit "Cypress Cove" endlich eine neue Architektur zum Einsatz, die laut Hersteller eine IPC-Steigerung von 19 Prozent mit sich bringen soll. Wichtigste Neuerungen sind außerdem das 8-Lane-DMI-Interface zwischen CPU und Chipsatz und der Support von 20 PCIe 4.0 Lanes. Zudem verbaut Intel die neue Xe-Grafikeinheit und unterstützt offiziell Arbeitsspeicher mit bis zu 3200 MHz.

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Laut dem Tweet von Uniko's Hardware  könnte den Rocket Lake-S Prozessoren und den Mainboards mit 500er-Chipsatz jedoch eine kurze Lebenszeit beschert sein. So geht der User von einem Release der Alder Lake-S CPUs, dem neuen Sockel 1700 und den Mainboards mit 600er-Chipsatz bereits im September und damit nur ein halbes Jahr später aus. Aus technischer Sicht könnte das durchaus Sinn machen, da das 14-nm-Fertigungsverfahren mittlerweile überholt ist und weder die 500er-Mainboards noch die Prozessoren der 11. Generation bahnbrechende Neuerungen bieten.

Mit Alder Lake-S könnte das ganze deutlich anders aussehen. So könnten die 600er-Mainboards mit dem Sockel 1700 die ersten mit einer Hybridlösung aus DDR4 und DDR5 Arbeitsspeicher werden. Dies geht aus einem Tweet von  @momomo_us  hervor. Der DDR5 Speicher, der wohl standardmäßig mit 4800 MHz takten soll, könnte einen deutlichen Leistungssprung mit sich bringen. Des Weiteren ist die Rede davon, dass die Mainboards sowohl PCIe 4.0 als auch PCIe 5.0 unterstützen könnten. PCIe 5.0 verdoppelt die mögliche Übertragungsbandbreite von 64 auf 128 GB/s. Stand jetzt dürfte diese Neuerung jedoch in erster Linie nur für den Servermarkt interessant sein, da für Grafikkarten bereits PCIe 4.0 mehr als ausreicht.

Erste Rocket Lake-S CPUs zeigen sich im Geekbench

Bei einem vermuteten Launch im März ist es nicht weiter verwunderlich, dass nach und nach die ersten Benchmark-Werte zu den Desktop Prozessoren der 11. Generation von Intel im Netz zu finden sind. Los geht es mit den Geekbench Ergebnisse zum Core i9-11900K vom Nutzer APISAK . Der Screenshot zeigt, dass das Sample des neuen Flaggschiffs von Intel auf einem Kern bis zu 5,3 GHz erreichen kann, wobei es sich dabei vermutlich wieder um den Wert mit Thermal Velocity Boost handeln dürfte. 

Damit erreicht der 11900K im Single-Core einen Wert von 1892 Punkten und liegt damit ein gutes Stück vor AMDs Ryzen 9 5950X mit 1682 Punkten, der die Bestenliste bisher anführte. Der 10900K kommt hier auf einen Wert von 1402 Punkten und liegt damit um satte 35 Prozent zurück. Interessant ist hier auch der Vergleich des Multi-Core Scores. Hier liegen nämlich der 11900K (10934 Punkte) und der 10900K (10928 Punkte) quasi gleich auf, obwohl dem 11900K zwei Rechenkerne und vier Threads weniger zur Verfügung stehen. AMDs Octa-Core Ryzen 7 5800X kommt im gleichen Test auf 10428 Punkte und liegt damit knapp fünf Prozent zurück. Zumindest bei gleicher Kernanzahl sollte Intel also durchaus in der Lage sein, AMD Paroli zu bieten beziehungsweise zu schlagen.

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Die Ergebnisse des Core i7-11700K im Geekbench, die ebenfalls von APISAK stammen, werfen wiederum einige Fragen auf. Da es sich sowohl beim 11700K als auch dem 11900K um Achtkerner handeln soll und beide RAM mit 3200 MHz unterstützen dürften, bleiben zur Klassifizierung des i7 wohl nur niedrigere Taktraten und ein angepasstes Power-Limit 2 sowie ein kürzerer Tau-Wert. Laut dem Screenshot soll der Basistakt des i7 bei 3,6 GHz liegen, wohingegen der i9 nur 3,5 GHz erreicht. Der Boost-Takt liegt dann mit 4,6 GHz im Vergleich zu 5,3 GHz deutlich zurück. 

Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um ein frühes Engineering-Sample handelt und die finalen Taktraten höher ausfallen dürften. Es wurden auch bereits weitere Samples mit bis zu 4,8 GHz respektive bis zu 5,2 GHz gesichtet. In letzterem Fall dürfte sich der i7 nahezu nicht vom i9 unterscheiden, wie es auch jetzt bereits zwischen dem Core i9-10850K und dem Core i9-10900K der Fall ist. Die Performance-Werte des gezeigten i7 Modells fallen im Geekbench aktuell jedoch ziemlich enttäuschend aus und liegen 22 Prozent im Single-Core und 23 Prozent im Multi-Core zurück. 

Geekbench Ergebnis des Intel Core i5-11500
Vergrößern Geekbench Ergebnis des Intel Core i5-11500
© Geekbench

Vor kurzem sind die Geekbench Ergebnisse einer weiteren Rocket Lake-S CPU aufgetaucht, nämlich dem Intel Core i5-11500 . Diese fallen mit einem Single-Core Score von 1588 Punkten und einem Multi-Core Score von 7265 Punkten durchaus solide aus. Der Ryzen 5 5600X erreicht im Vergleich dazu 1607 und 8113 Punkte. Ein möglicher Core i5-11600K, der deutlich höher takten dürfte und der direkte Gegenspieler des Ryzen 5 5600X werden dürfte, sollte es also durchaus mit dem Hexa-Core von AMD aufnehmen können. Interessant ist dabei, dass der Core i5-11500 laut dem Ergebnis auf einem Kern bis zu 4,6 GHz erreichen kann, was das Ergebnis des i7-11700K noch einmal unglaubwürdiger erscheinen lässt.

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