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Erpresser drohen PC-Besitzern mit Veröffentlichung von Pornos

19.09.2019 | 14:15 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Porno-Erpressermails werden immer fieser. Jetzt verwenden die Erpresser echte Passwörter, Handynummern und Adressen der Opfer.

Sie sind wieder da: die Porno-Erpressermails. Davor warnt die Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Erpresser nutzen dafür Daten aus gehackten Datenbanken.

Die Masche dieser Internetbetrüger ist immer die gleiche: Die Ganoven behaupten, dass sie die Webcam des Opfers gehackt haben und diesen beim Masturbieren gefilmt hätten. Wenn das Opfer nicht möchte, dass diese Videos Freunden oder Familienmitgliedern zugespielt werden, dann muss es ein Lösegeld in Form von Bitcoins bezahlen.

Die Drohungen wirken oft echt, weil die Erpresser echte Nutzerdaten wie Handynummer oder Postanschrift oder sogar echte Passwörter verwenden beziehungsweise nennen. Diese stammen aus den zahlreichen Datenbank-Hacks der letzten Jahre.

Die Erpressermails tragen oft harmlose, aber durchaus wichtig klingende Betreffzeilen wie "Es geht um Ihre Sicherheit" oder "Konto" oder "Video". Im Mailtext steht dann das eigentliche Erpresserschreiben.Mitunter variieren die Erpresser ihren Text auch dahingehend, dass sie behaupten, den PC des Opfers mit einer Malware infiziert zu haben und dabei die verfänglichen Videos gefunden zu haben.

Sie können und sollen diese Erpressermails ignorieren, der Sachverhalt ist frei erfunden. „Experten der Polizei ist bislang kein Fall bekannt, in dem die Behauptungen wahr wären“, beruhigen die Verbraucherschützer. Gefährlich wird es nur, wenn an die Erpressermails auch noch eine Datei angehängt ist, in der sich tatsächlich Malware befindet. Diese Mailanhänge dürfen Sie keinesfalls öffnen.

Sie können derartige Erpressermails also einfach löschen. Gegebenenfalls erstatten Sie Anzeige wegen Erpressung – das geht auch online. Verdächtige Mails können Sie auch an phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten.

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