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Epic Store: Hohe Verluste als Zukunftsinvestition

13.04.2021 | 16:18 Uhr | Michael Söldner

Verluste von bis zu 600 Millionen US-Dollar mit dem Epic Store sieht CEO Tim Sweeney als Zukunftsinvestition an.

In den letzten Tagen häuften sich Angaben, wonach Epic Games mit seinem hauseigenen Store in den Jahren 2019 und 2020 Verluste im dreistelligen Millionenbereich eingefahren haben soll. Bis zum Ende des Jahres 2021 könnten bereits Verluste in Höhe von 600 Millionen US-Dollar drohen. Diese Schreckensszenarien hat nun Firmenchef Tim Sweeney kommentiert. Via Twitter bestätigte er die Meldungen zu den Verlusten im Epic Store, relativierte die Einbußen aber gleichzeitig als Investition in ein profitables Geschäft in der Zukunft. Man müsse jetzt viel Geld investieren, um sich als konkurrenzfähige Plattform zu etablieren. Die Gewinne würden dann in naher Zukunft folgen.

Sicherlich hat Sweeney damit auch die Investoren im Blick, die auf eine baldige Rendite und einen profitablen Betrieb des Epic Stores hoffen. Dies dürfte wohl aber noch bis zum Jahr 2023 dauern. Bis dahin muss Epic Games die Einnahmen mit dem Spiel „Fornite“ aufwenden, um damit den noch lange nicht profitablen Epic Store zu finanzieren. Inwieweit der Kampf gegen das Urgestein Steam überhaupt gewonnen werden kann, bleibt allerdings offen. Dazu kommt Konkurrenz in Form der anderen Publisher, die ihre Spiele auf dem digitalen Vertriebsweg ebenfalls über eigene Stores verkaufen wollen. Epic Games führt als Verteidigung seiner Strategie den bisherigen Erfolg des Epic Stores an: Man habe bereits über 160 Millionen PC-Nutzer zu einer Registrierung bewegen können. Diese hätten bereits 700 Millionen US-Dollar investiert. Mit 103 kostenlosen Spielen mit einem Gesamtwert von 2.407 US-Dollar habe man zudem ein verlockendes Angebot für Neu- und Bestandskunden geschaffen.

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