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Epic Games Boss Tim Sweeney stichelt gegen Steam

26.04.2019 | 13:45 Uhr | René Resch

Laut Epic Games Boss Tim Sweeney würde der Epic Game Store auf Exlusiv-Titel verzichten, wenn Steam den Umsatzanteil der Entwickler erhöhen würde.

Epic Games Chef Tim Sweeney hat vor kurzen auf Twitter geschrieben, dass Epic Games seine umstrittenen Exklusiv-Vereinbarungen beenden würde, wenn Steam die Einnahmen für die Entwickler erhöhen würde. Dann würde Epic Games wohl sogar seine eigenen Spiele auf der Steam-Plattform anbieten.

„Wenn Steam sich zu einem permanenten 88%igen Umsatzanteil für alle Entwickler und Publisher ohne größere Bedingungen verpflichten würde“, schrieb Sweeney, „würde sich Epic schnell von Exclusives verabschieden (unter Einhaltung der Verpflichtungen unserer Partner) und erwägen, unsere eigenen Spiele auf Steam zu setzen“.

Epic Games Store sorgt für Frust bei PC-Spielern

Seit der Eröffnung des Epic Game Store im Dezember 2018 hat Epic Games, das auch die Unreal Engine und Fortnite entwickelt, einige Exklusivabkommen mit Block-Buster-Spielen wie Borderlands 3 und The Division 2 abgeschlossen, die verhindern, dass diese Spiele auf Steam erscheinen. So hat Epic Games den Zorn der PC-Spieler auf sich gezogen, besonders wenn man bedenkt, dass es dem Epic Game Store noch an einigen Funktionen fehlt, die Steam für Spieler so verlockend machen.

Entwickler profitieren allerdings vom Epic Game Store: 88 Prozent der Einnahmen aus Spielen gehen eben an diese. Steam im Gegenzug gibt den Entwicklern nur rund 70 – 80 Prozent des Umsatzes.

In einem Folge-Tweet schrieb Sweeney: „Ein solcher Schritt wäre ein glorreicher Moment in der Geschichte der PC-Spiele und würde auf kommende Plattformen großen Einfluss haben. Dann könnten die Geschäfte wieder nur nette Orte sein, um Sachen zu kaufen, und nicht das Game Developer IRS.“

Ob es sich hierbei nur um einen Bluff seitens Sweeney handelt, lässt sich dabei natürlich nur vermuten, erscheint uns jedoch wahrscheinlich.

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