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Entwickler: Paradigmenwechsel durch SSD in Konsolen

03.04.2020 | 16:27 Uhr | Michael Söldner

Die in PS5 und Xbox Series X verbauten SSDs könnten nach Ansicht von Entwicklern das größte Potenzial bieten.

Die für das Weihnachtsgeschäft geplanten Konsolen PS5 und Xbox Series X bringen deutlich mehr Rechenleistung. Damit sollen Spiele in 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde möglich werden. Doch für die kommenden Spiele scheint eine andere Neuerung viel wichtiger zu sein: In beiden Konsolen sind SSDs anstatt langsamer Festplatten verbaut. Diese können je nach Kompression und Plattform Daten mit bis zu 7 GB pro Sekunde liefern. Die aktuell verbauten Notebook-Festplatten kommen hingegen nur auf 100 MB pro Sekunde. Diese enorme Steigerung könnte nach Ansicht von Entwicklern Videospiele deutlich verändern.

Auf der einen Seite könnten Ladezeiten nahezu verschwinden. Der Start eines Spiels wäre deutlich schneller vollzogen, ein Bildschirmtod würde ohne Pause zu einem neuen Versuch führen. Zusätzlich erhoffen sich Entwickler einen regelrechten Paradigmenwechsel bei den Details und der Struktur einer Spielwelt. Nach Ansicht von Balthazar Auger , Entwickler von Quantum League, würde speziell das Leveldesign von den deutlich schnelleren Transfergeschwindigkeiten profitieren. Auger gibt jedoch zu bedenken, dass es nicht sofort zum Launch möglich sein wird, das volle Potenzial auszuschöpfen. Schließlich müssten auch die Grafik-Engines und Tools an die Nutzung einer SSD angepasst werden. Die Tatsache, dass in beiden Konsolen eine SSD standardmäßig verbaut sein wird, sollte die Entwicklung von Spielen vereinheitlichen. Davon könnten auch PC-Spieler profitieren, die schon länger auf die Vorteile von SSDs setzen. Erfordert wird eine SSD aber bislang von fast keinem PC-Spiel. Auch dies könnte sich bei künftigen Portierungen ändern.

Xbox vs. PS5: Entwickler hält Leistungsunterschiede für kaum relevant

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