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Deutsche Tesla-Fabrik kurz vorm Ziel

30.12.2021 | 12:42 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Tesla hat die letzten erforderlichen Unterlagen für seine Fabrik in Grünheide eingereicht. Der Countdown läuft.

Der Start der Fahrzeugfertigung in der Tesla-Fabrik in Grünheide zieht sich immer noch hin: Für den umtriebigen Elon Musk dürften deutsche Genehmigungsverfahren ein ganz besonderes Erlebnis sein. Seine Prognosen zum Produktionsbeginn in Grünheide sind jedenfalls bereits mehrfach daneben gelegen:

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Jetzt berichtet die Tagesschau, dass Tesla die letzten angeforderten Unterlagen eingereicht habe.

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Unter anderem prüfen nun das Landesamt für Umwelt und die untere Wasserbehörde des Landkreises Oder-Spree die von Tesla eingereichten Unterlagen. Das brandenburgische Umweltministerium wollte aber noch keinen Termin nennen, an dem die Entscheidung für die Freigabe der Produktion fällt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betont zudem, dass man unbedingt eine rechtssichere Genehmigung benötige. Deshalb dürfe man jetzt nichts überstürzen und Fehler machen.

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Der Grund für diese vorsichtige Vorgehensweise dürfte offensichtlich sein: Gegner der Tesla-Fabrik dürften sofort nach Vorliegen der Genehmigung nach einem Grund suchen, um gerichtlich dagegen vorgehen zu können. Also muss die Genehmigung wirklich wasserdicht sein.

Bisher darf Tesla in seiner neuen Gigafactory in Grünheide nur einige wenige Fahrzeuge zur Erprobung des Produktionsablaufs fertigen. Diese Model Y dürfen aber nicht in den Verkauf kommen. Die gesamte bisher in beeindruckender Geschwindigkeit errichtete Fabrik wurde aus Basis von Vorabzulassungen gebaut. Die finale, rechtssichere Baugenehmigung dagegen steht noch aus.

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Ganz rund lief der Bau allerdings nicht, Tesla versäumte Zahlungstermine und errichtete Schwarzbauten. Besonders verzögert wurde der Bau aber durch eine eigentlich für den Standort Deutschland sehr erfreuliche Entscheidung von Tesla: Denn anders als ursprünglich geplant will Tesla in Grünheide nun nicht nur Autos wie das Model Y, sondern eben auch eine der größten Akku-Fabriken der Welt bauen. Dafür musste das Genehmigungsverfahren natürlich erweitert werden.

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