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Endgeräte

Um VoIP-Telefonie nutzen zu können, benötigen Sie spezielle Hardware, die das Session Initiation Protocol (SIP) unterstützt. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Geräten – wir stellen Ihnen an dieser Stelle die weit verbreiteten vor. Wenn Ihr Provider ein anderes Modell anbietet – auch kein Problem: Anhand unserer Beschreibungen sehen Sie, welche Geräteart für Sie passt. Sie haben die Wahl, ob Sie sich für eine Kombination aus Router, DSL-Modem und Telefonanlage in einem Gerät entscheiden oder aber einen Analogtelefonadapter (ATA) nutzen wollen, den Sie an Ihre bereits vorhandene DSL-Hardware anschließen. Last not least gibt es auch Telefone, die Sie über den Netzwerkanschluss mit Ihrem DSL-Router verbinden. Ähnlich wie bei Handys können Sie ein Gerät separat kaufen oder sich für eine Kombination aus Hardware und Internet-Vertrag entscheiden. Die subventionierte Hardware kostet oft nicht mehr als 20 Euro, Sie sind aber für mindestens ein Jahr an den Provider gebunden.

AVM Fritzbox Fon
Die AVM Fritzbox Fon war eines der ersten Geräte mit VoIP-Unterstützung. Seit dem Erscheinen im Sommer 2004 wurde die Firmware kontinuierlich verbessert. Das Gerät vereint DSL-Modem mit eingebauter Firewall, Router und Telefonanschluss mit VoIP-Funktionen. Alternativ gibt es eine Variante mit dem Namenszusatz WLAN, die Daten mit maximal 54 MBit/s übertragen kann. Bei beiden Geräten können Sie über den eingebauten a/b-Wandler auch analoge Telefone für herkömmliches Telefonieren an einem ISDN-Anschluss einsetzen. Zur CeBIT erscheint eine weitere Version, die auch den Anschluss und die Nutzung von digitalen ISDN-Telefonen mit VoIP ermöglicht. Die Einrichtung der Anlage erfolgt über ein Web-Interface und ist weitgehend selbsterklärend. Positiv: Einige Sicherheitseinstellungen sind bereits ab Werk aktiviert. Bislang wurde die AVM-Lösung nur über VoIP- und DSL-Provider vertrieben, seit einigen Wochen gibt es sie auch im Fachhandel mit oder ohne Vertrag. Die Fritzbox Fon kostet dann ohne Subvention rund 189 Euro, die Fritzbox Fon WLAN gibt es für rund 229 Euro.

Siemens SX541 WLAN dsl
Ein ähnliches Alles-in-einem-Konzept verfolgt Siemens mit seinem Gigaset SX541 WLAN dsl . Die Anlage im flachen, silberfarbenen Kunststoffgehäuse bietet zwei Telefon- sowie vier LAN-Anschlüsse und unterstützt WLAN mit maximal 54 MBit/s. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: zwei dreh- und schwenkbare Antennen, ein USB-Host mit integriertem Datei- und Druckerserver sowie umfangreiche Firewall- und Sicherheitsfunktionen. An einigen Punkten wurde allerdings gespart: Anders als die AVM Fritzbox Fon bietet das Gerät keinen a/b-Wandler. Der USB-Host unterstützt nur USB 1.1, und der Telefonadapter, der zwischen die Western-Buchse und den TAE-Stecker gehört, liegt zwar bei, eignet sich aber nur für ein einfaches Telefon. Einen Anrufbeantworter oder ein Faxgerät können Sie damit nicht ohne Weiteres betreiben. Lobenswert: Das Siemens-Gerät lässt sich vollständig ausschalten, etwa wenn Sie verreisen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 199 Euro.

Grandstream 286/486
Sie haben gerade erst ein DSL-Modem angeschafft oder wollen sich aus anderen Gründen nicht von Ihrer vorhandenen Hardware trennen? Dann ist das Grandstream Handytone 286 oder 486 vielleicht das Richtige für Sie (www.grandstream.com). Handytone 286 ist ein reiner Analogtelefonadapter (ATA), Handytone 486 bietet darüber hinaus noch einen eingebauten Router. Die Geräte haben die Größe einer Zigarettenschachtel. Sie lassen sich zwischen Analogtelefon und DSL-Modem stecken und ermöglichen den Einsatz jedes beliebigen Analogtelefons im Internet. Das Grandstream Handytone 286 kostet 99 Euro, das Modell 486 ist für 119 Euro erhältlich.

Grandstream BT 101/102
Mit vielen Tarifen wird das Grandstream Budgetone BT 101 angeboten, ein schnurgebundenes Telefon, das auch über einen SIP-Anschluss verfügt. Das Design ist wenig elegant, die Tasten wirken nicht sehr hochwertig. Auch die Technik überzeugt nur teilweise. Zwar ist die Einrichtung innerhalb weniger Minuten auch ohne Vorkenntnisse erledigt, dafür waren wir mit der Sprachqualität weniger zufrieden als bei den anderen Lösungen. Das Grandstream Budgetone BT 101 kostet 99 Euro. Für 10 Euro mehr gibt’s das Modell BT 102, das sich lediglich durch einen zweiten LAN-Anschluss unterscheidet.

Zyxel P2000W
Wenn Sie schon über WLAN verfügen, bietet sich das P2000W von Zyxel als passende Lösung an Mit einem Preis von 299 Euro ist es zwar eines der teureren Telefone mit VoIP-Funktionen am Markt, aber auch sicher eines der komfortabelsten und vielseitigsten. Das Telefon mit Mobilteil und WLAN-Adapter liegt gut in der Hand und macht in Sachen Verarbeitung einen guten Eindruck. Das Zyxel-Gerät hat ein grafisches LC-Display und ist über den mitgelieferten Lithium-Ionen-Akku für Dauergespräche von bis zu vier Stunden gerüstet. Mit Hilfe des 802.11b-WLAN-Standards kann sich das Gerät bei allen aktuellen WLAN-Routern anmelden. Außerdem lassen sich damit Anrufe von öffentlichen WLAN-Hotspots aus tätigen, sofern kein Login per Web-Interface benötigt wird.

Auerswald Abox
Anwender, die bereits über eine größere Haustelefonanlage mit einigen Nebenstellen verfügen, können sich für die Abox von Auerswald entscheiden. Das kleine blaue Gerät wird zwischen den Analogtelefonadapter und die Telefonanlage gesteckt und als weitere Nebenstelle angemeldet. Danach müssen Sie lediglich gemäß der Herstelleranleitung die VoIP-Konfiguration durchführen. Sie können von jeder Nebenstelle aus via Internet telefonieren, indem Sie die Nummer der Abox-Nebenstelle vorwählen. Die Abox bietet einige Sonderfunktionen wie kostenlose Gespräche zwischen zwei vernetzten Anlagen, Begrenzung der Gesprächsdauer oder das Sperren von Nummern. Mit rund 50 Euro ist die Abox ein recht günstiger Weg, eine Nebenstellenanlage VoIP-tauglich zu machen.

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