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Emotet ist tot: Europol stoppt gefährlichste Malware

27.01.2021 | 16:01 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Im Rahmen einer weltweiten Aktion haben Ermittler die gefährlichste Malware der Welt gestoppt: Emotet.

Die Europol meldet am Mittwoch einen großen Erfolg in der Bekämpfung der wohl weltweit gefährlichsten Malware Emotet, die in den vergangenen Monaten und Jahren Schäden in Milliardenhöhe angerichtet hat . An der Aktion gegen den Banking-Trojaner Emotet in dieser Woche, waren Strafverfolgungs- und Justizbehörden weltweit beteiligt, wie es in der Mitteilung der Europol heißt. Dabei sei es den Ermittlern gelungen, die Kontrolle über die von Emotet genutzte Infrastruktur zu übernehmen.

Die von Europol und Eurojust koordinierte Operation wurden in den Ländern Deutschland, den Niederlanden, den USA, Großbritannien, Frankreich, Litauen, Kanada und der Ukraine durchgeführt. "Die Emotet-Infrastruktur fungierte im Wesentlichen als primärer Türöffner für Computersysteme im globalen Maßstab. Sobald dieser unautorisierte Zugang hergestellt war, wurden diese an andere hochrangige kriminelle Gruppen verkauft, um weitere illegale Aktivitäten wie Datendiebstahl und Erpressung durch Ransomware durchzuführen", erklärt Europol in einer Mitteilung.

Die von Emotet genutzte Infrastruktur habe mehrere hundert Server weltweit umfasst, die unterschiedliche Funktionen erfüllt haben. Sie dienten unter anderem dazu, die Computer der infizierten Opfer zu verwalten und dafür zu sorgen, dass sich Emotet immer weiter verbreitete.

Um die Emotet-Infrastruktur empfindlich zu stören, hätten sich die Strafverfolgungsbehörden zusammengetan und eine effektive operative Strategie entwickelt. Das Ergebnis war dann in dieser Woche die Aktion, bei der es Strafverfolgungs- und Justizbehörden gelang, die Kontrolle über die Infrastruktur zu erlangen und sie von innen heraus auszuschalteten. Alle infizierten Rechner der Opfer seien auf diese Weise auf eine von den Strafverfolgungsbehörden kontrollierte Infrastruktur umgeleitet worden.

Bereits im Jahr 2018 hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Emotet-Malware gewarnt und sie als "gefährlichste Schadsoftware der Welt" bezeichnet. Seit dem Jahr 2014 wurde die Malware immer wieder modifiziert und von kriminellen Hackern zum Einschleusen von Schädlingen auf Rechnern genutzt. Mehr Infos zu Emotet finden Sie auch in unserem Beitrag: Die 10 gefährlichsten Viren im Jahr 2021


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