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Elon Musk stichelt gegen russische Raumfahrtbehörde Roskosmos

02.06.2020 | 10:55 Uhr | René Resch

SpaceX brachte kürzlich zwei Astronauten zur ISS. Elon Musk scherzte danach über die russische Raumfahrtbehörde.

Nach dem erfolgreichen SpaceX-Transport zweier Astronauten zur internationalen Raumstation ISS am Samstag , gab der Gründer von SpaceX, Elon Musk im Anschluss eine Pressekonferenz. Dabei machte er sich auch über die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos lustig: „Das Trampolin funktioniert“, sagte der Unternehmer während der Pressekonferenz mit NASA-Chef Jim Bridestine. Der Spruch sorgte für Gelächter.

„Das ist ein Insiderwitz“, sagte Musk über seine Äußerung. Der „Insiderwitz“ richtete sich gegen den Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin. Dieser witzelte, nachdem US-Astronauten etliche Jahre auf russische Raketen angewiesen waren, um zur ISS zu gelangen, dass die NASA ihre Astronauten ja auch „mit einem Trampolin zur ISS“ befördern könne. Die vermeintliche Rivalität ist mittlerweile auch in den sozialen Netzwerken angekommen. So schrieb beispielsweise ein Nutzer auf Twitter dem Roskosmos-Chef: „Wie gefällt Dir das, Dmitri Rogosin?“.

„Das war ein Flug zur ISS, nicht zum Mars“

Rogosin reagierte auf solche Sticheleien seitens einiger Twitter-Nutzer allerdings nicht, nahm die Sache sportlich und richtete seine Worte auf Twitter direkt an den NASA-Chef Jim Bridestine: „Sehr geehrter Jim Bridenstine, an dieser Stelle kann man Ihnen zu einem erfolgreichen Start samt Andockung gratulieren. Bravo! Ich weiß, wie sehr Sie darauf hingearbeitet haben, dass dieser Versuch glückt. Ich wünsche dem NASA-Team einen erfolgreichen Abschluss der vollständigen Rekonstruktion des nationalen Raumtransportsystems zum ISS. Bitte übermitteln Sie meine aufrichtigen Grüße an Elon Musk (Ich mochte seinen Witz) sowie der SpaceX-Mannschaft. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“.

Andere nahmen Elon Musks Sticheleien allerdings etwas ernster. So etwa Alexej Puschkow, Mitglied des russischen Oberhauses, dieser Schrieb auf Telegram: „Das war ein Flug zur ISS, nicht zum Mars“ und stellte weiter klar: „Russland braucht Platz für seine eigenen jungen Kosmonauten“.

Elon Musk will sich vorerst nicht mehr auf Twitter äußern. Am Montagvormittag kündigte er in einem Tweet an, sich eine Auszeit von Twitter nehmen zu wollen.

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