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Elon Musk blockt den Mann, der seinen Privat-Jet trackt

04.02.2022 | 09:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Elon Musk blockt auf Twitter den Mann, der die Starts und Landungen seines Privatjets trackt und via Twitter verbreitet.

Update 4.2.2022: Elon Musk hat Jack Sweeney jetzt auf Twitter geblockt und sich auch nicht mehr bei dem Macher des Flugtrackers für Musks Jet gemeldet (der Twitterkanal hat mittlerweile fast 335.000 Follower). Das berichtet The Guardian. Update Ende

Elon Musk hat immer noch nicht auf das Angebot des pfiffigen 19-Jährigen reagiert, der 50.000 Dollar dafür fordert, dass er seinen Twitter-Account abschaltet, der fortlaufend die Starts und Landungen von Elon Musk Privatjet twittert. Musks letzte Antwort stammt vom 19.1.2022. Darin teilte Musk mit, dass er es nicht für richtig halten würde, wenn er dafür zahlen würde, dass der Twitterkanal offline ginge.

Jack Sweeney hatte darauf geantwortet, dass er alternativ auch einen Praktikumsplatz anstatt der 50.000 Dollar akzeptieren würde. Doch darauf hatte Musk nicht mehr geantwortet, wie CNN berichtet .

Zudem gab Sweeney Musk einen Tipp zu einem Blocking-Programm gegen Flight-Tracking-Tools. Musk scheint laut Sweeney dieses Tool tatsächlich zu nutzen. Doch Sweeney kann Musks Jet trotzdem noch tracken, es sei jetzt nur etwas schwerer, so Sweeney.

Hintergrund: Musk will nicht, dass die Starts und Landungen seines Jets gewittert werden

Auf Twitter gibt es einen Kanal, der Elon Musk’s Jet heißt. Dieser Kanal hat nur eine Aufgabe: Er twittert alle Starts und Landungen des Privatjets von Tesla- und Space-X-Chef Elon Musk. Mithilfe dieser Tweets wissen Sie also immer, wo das Flugzeug startet und landet und dementsprechend kann man einschätzen, wo sich Elon Musk wann wo aufhält - immer vorausgesetzt, Musk befindet sich an Bord dieses Flugzeugs. Denn natürlich wird nur das Flugzeug getrackt, nicht aber Musk persönlich.

Der Twitterkanal Elon Musk’s Jet wird von dem 19 Jahre alten Jack Sweeney betrieben. Die Flugdaten von vielen Flugzeugen sind frei zugänglich, doch die Daten für Musks Privatflugzeug sind tatsächlich anonymisiert. Doch Sweeney, der sich von Kindesbeinen an mit Flugzeugen beschäftigt und dessen Vater in der Luftfahrtindustrie arbeitet, wusste, wie er das Problem lösen kann. Er verwendet die Daten der ADS-B-Transponder, die in den meisten Flugzeugen vorhanden sind und die Position eines Flugzeugs in der Luft in Echtzeit anzeigen. Sweeney programmierte also einen Bot, der diese Flugdaten abgreift, aufbereitet und mit den anonymisierten FAA-Flugplänen (der US-Behörde Federal Aviation Administration) abgleicht und dann twittert, sobald Musks Flugzeug startet oder landet. Derzeit folgen über 120.000 Twitternutzer diesem Kanal.

Insgesamt betreibt Sweeney zahlreiche derartige Flugtracker-Accounts, unter anderem auch für Bill Gates und Jeff Bezos sowie Donald Trump.

Musk will nicht von einem Verrückten erschossen werden

Dieses Tracking gefällt Elon Musk allerdings gar nicht, wie die Nachrichtenseite Protocol berichtet . Musk, der selbst ein eifriger Twitternutzer ist, schrieb deshalb im Herbst 2021 eine Direktnachricht an den Betreiber des Twitterkanals "Elon Musk’s Jet": „Kannst du das runternehmen? Es ist ein Sicherheitsrisiko“. Sweeney antwortet einige Stunden später: "Ja, das kann ich, aber das kostet dich ein Model 3, es sei denn, du scherzt?" Danach gingen ein paar Nachrichten hin und her. Musk begründete seinen Wunsch folgendermaßen: "Ich mag den Gedanken nicht, von einem Verrückten erschossen zu werden“.

Musk bietet 5.000 Dollar, Sweeney fordert 50.000 Dollar

Musk wollte dann wissen, wie viel Sweeney mit seinem Twitterkanal verdienen würde. Sweeney antwortete, dass das nicht mehr als 20 Dollar pro Monat sein würden. Daraufhin bot Musk 5000 Dollar dafür, dass Sweeney den Twitterkanal offline nehme. Doch Sweeney hielt dagegen und forderte stattdessen 50.000 Dollar. Mit folgender Begründung: „Das wäre eine großartige Unterstützung für das College und würde mir möglicherweise ermöglichen, ein Auto zu kaufen, vielleicht sogar ein Model 3.“ Musk antwortete, dass er darüber nachdenken würde. Doch bis heute kam von ihm keine Antwort und natürlich auch kein Geld von Musk.

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