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Elon Musk: Schluss mit Home Office oder haut ab & Praktikanten Rauswurf angedroht

02.06.2022 | 08:50 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Elon Musk untersagt per Mail das Arbeiten im Home Office. Wer das nicht akzeptiert, soll gehen. Musk Begründung ist hammerhart. Plus: Praktikanten, die auf Kaffee warteten, drohte Musk mit der Entlassung.

Die zweite Home-Office-Verbots-Mail an alle Tesla-Mitarbeiter

Nachdem anfangs nur eine Mail die Runde machte (siehe weiter unten), in der Musk seinen leitenden Angestellten das Home Office verboten hat, ist nun in den sozialen Netzen eine weitere Mail aufgetaucht, in der Musk allen Mitarbeitern von Tesla das Arbeiten im Home Office untersagt:

In dieser zweiten Mail stellt Musk klar, dass "jeder bei Tesla mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro arbeiten müsse". Dieses Büro müsse dort sein, wo alle Kollegen arbeiten und nicht irgendein entferntes "Pseudo Büro", wie es Musk formuliert.
Musk betont in dieser zweiten Mail, dass er als gutes Beispiel vorangehe und so viel in der Fabrik lebe. Die Menschen am Fließband sollen sehen, dass er zusammen mit ihnen arbeite. Hätte Musk das nicht gemacht, so wäre Tesla schon lange bankrott – schreibt Musk.

Natürlich gebe es Firmen, die das nicht verlangen würden, sagt Musk. Doch wann hätten diese Firmen zuletzt ein großartiges Produkt ausgeliefert? So provokant formuliert das Musk in dieser zweiten Mail.

Tesla würde die spannendsten und bedeutendsten Produkte der Welt bauen. Das geschehe nicht durch Anrufe.

Die erste Home-Office-Verbots-Mail an leitende Angestellte

Elon Musk ist kein Fan des Arbeitens im Home Office. Denn Bloomberg berichtet , dass der Tesla- und Space-X-Chef am Dienstag (31.5.2022) offenbar eine Mail an die leitenden Angestellten ("executive staff") von Tesla geschickt hat, in der Musk klarmacht, dass er seine Manager an allen fünf Arbeitstagen der Woche in den Büros sehen will.

PC-WELT-Special: Home Office

Besagte Mail trägt die Betreffzeile: "Fernarbeit ist nicht mehr akzeptabel". Danach folgt dieser Text: "Jeder, der im Home Office arbeiten möchte, muss mindestens (und ich meine *mindestens*) 40 Stunden pro Woche im Büro sein oder Tesla verlassen. Das ist weniger, als wir von Fabrikarbeitern verlangen.“ Musk stellt also einen Bezug zu der faktischen Anwesenheitspflicht für die Tesla-Mitarbeiter an den Fließbändern her, die ja schlecht von zu Hause aus arbeiten können.

Nur wer einen besonderen Ausnahmegrund nennen könnte, dürfe von dieser Vorschrift eine Ausnahme mache. Diesen Grund würde Tesla aber streng überprüfen.

Zudem müsse man in einem Büro in der Hauptniederlassung von Tesla arbeiten und nicht in einer entfernten Zweigestelle, die nichts mit der eigentlichen Aufgabe des Mitarbeiters zu tun habe.

Praktikanten warten in der Schlange auf Kaffee: Musk ist nicht begeistert

In diesem Zusammenhang bringt Bloomberg noch eine Anekdote zu Musk: Als Musk einmal eine Gruppe von Praktikanten sah, die in einer Warteschlange auf einen Kaffee wartete, reagierte der Tesla-Chef so: Er drohte damit, alle Praktikanten zu entlassen, falls sich das wiederholen sollte und ließ angeblich Sicherheitskameras installieren, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen.

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