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El Salvador will Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptieren

07.06.2021 | 15:35 Uhr | Denise Bergert

El Salvador will als erstes Land der Welt die Kryptowährung Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anerkennen.

Im Rahmen der Bitcoin 2021, einer mehrtägigen Kryptowährungskonferenz in Miami, hat El Salvador eine Partnerschaft mit dem Digital-Wallet-Unternehmen Strike angekündigt . Präsident Nayib Bukele plant, Bitcoin neben dem US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will Bukele in der nächsten Woche vor den Kongress bringen. Dass das Gesetz vom Kongress bewilligt wird, ist sehr wahrscheinlich, da Bukeles Partei die Mehrheit in der parlamentarischen Versammlung stellt.

Zusammen mit Strike und Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel will Bukele die Finanz-Infrastruktur des Landes modernisieren und El Salvador gegen die Inflation schützen. In El Salvador wird ein Großteil aller Transaktionen mit Bargeld durchgeführt. Rund 70 Prozent der Bevölkerung hat weder Bankkonto noch Kreditkarte. 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von El Salvador wird durch Überweisungen generiert, die von Migranten in die Heimat geschickt werden. Dienstleister verlangen bis zu 10 Prozent Gebühr für diese internationalen Überweisungen. Der Transfer dauert meist mehrere Tage und das Geld muss häufig bei der Bank abgeholt werden. Bitcoin und andere Kryptowährungen könnten diese Überweisungen schneller und günstiger machen. 

Bei der Bevölkerung kommen digitale Bezahldienste gut an. Die Strike-App wurde eine der beliebtesten Apps im Land, als sie im März in El Salvador startete. Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen, birgt jedoch auch Risiken. Die Kryptowährung wird nicht durch eine stabile Ressource wie Gold gestützt. Wie andere Kryptowährungen ist auch Bitcoin starken Kursschwankungen unterworfen.

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