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03.03.2008 | 14:45 Uhr | Christian Löbering

Display alleine reicht nicht aus: Public Displays benötigen Inhalte-Management (Quelle: Sony)
Vergrößern Display alleine reicht nicht aus: Public Displays benötigen Inhalte-Management (Quelle: Sony)
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Bei einer digitalen Werbeplattform fällt zunächst der Bildschirm ins Auge der allein reicht aber noch lange nicht, um den Kunden aktuelle Inhalte zu präsentieren. Eine einfache Lösung besteht aus einem Videobildschirm, auf dem Bilder von einem Computer, einem DVD-Player oder einem anderen Speichermedium gezeigt werden. In größeren Firmen werden die zentral erstellten Inhalte über ein lokales Netzwerk auf mehrere Bildschirme übertragen. Je nach Datenmenge und Größe des Netzwerks erfolgt der Datenversand über das Internet, über Breitbandnetzwerke oder über Satellitenverbindungen. Lokal werden die Inhalte in der Regel über einen Kabelanschluss oder ein kabelloses lokales Netzwerk an die einzelnen Bildschirme verteilt. Wer dagegen seine Bildschirme mit langen Kabeln vernetzt, riskiert Qualitätseinbußen wie Farbverschiebungen oder unscharfe Bilder. Um dies zu verhindern, setzt beispielsweise NEC auf die "CableComp"-Technologie, die diese Signaldämpfung und -verschiebung kompensieren soll. Eine kabellose Lösung bietet Panasonic mit PC-Einschüben, die sich über einen Steckplatz in kompatible Displays integrieren lassen. Auf der kleinen Steckkarte ist ein eigener Prozessor enthalten sowie Arbeitsspeicher, eine Festplatte und teilweise sogar das Betriebssystem Windows XP. Damit kann das Display auch systemunabhängig gesteuert werden.

Wenn Firmen ihre Public Displays professionell "bestücken", kommt in der Regel eine Content-Management-Software zum Einsatz. Ein Beispiel dafür ist das Softwarepaket "Ziris" von Sony, die der Hersteller zusätzlich zu den Displays anbietet. Sony "Ziris Create" kombiniert Inhalte wie Video, Audio, Text- und Grafikdateien und bereitet sie für die Ausstrahlung auf. "Ziris Manage" kontrolliert das Netzwerk von Displays, "Ziris Transfer" schließlich verteilt die Inhalte an den Netzwerkplayer, von dem "Ziris View" die in der Programmliste definierte Ausgabe von Video-, Audio- und Grafikinhalten an die Bildschirme organisiert.

Befestigt werden die Displays horizontal oder vertikal über Standfüße oder Halterungen. Einige Händler verkleiden die Bildschirmkanten mit farbigen Umrandungen, die den auf der Verkaufsfläche präsentierten Marken entsprechen. Die Geräte können auch direkt in eine dafür konstruierte Wand oder ein Anzeigensystem eingebaut werden. Mit transparenten Rückprojektionsscheiben, sogenannten Holoscreens, lassen sich auch dort Bilder anzeigen, wo für Bildschirme kein Platz ist, etwa in Schaufenstern oder Eingängen.

Tag und Nacht: Beamer im Digital Signage sind im 24/7-Einsatz (Quelle: Sanyo)
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In U-Bahnhöfen werden auch oft noch sehr robuste Frontprojektoren eingesetzt. Allerdings lange nicht mehr so viel wie früher, zumal große Flat-Screens immer günstiger werden. Nach über 28.600 Stück im Vorjahr wird der von Epson und NEC angeführte deutsche Markt für Public-Display-Beamer 2007 voraussichtlich auf unter 20.000 Geräte schrumpfen.

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