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Edge schützt Anwender vor Nerv-Software-Installationen

28.02.2020 | 12:39 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Microsoft hat den Edge-Browser aktualisiert. Dieser bietet nun eine nützliche Sicherheitsfunktion. So aktivieren Sie diese.

Microsoft liefert den Chromium-basierten Edge-Browser nun in einer neuen Version aus, die eine Sicherheitsfunktion enthält, die Nutzer vor der (versehentlichen) Installation potentiell unerwünschter Anwendungen auf dem Rechner schützen soll. Wie das Edge-Team in einem Blog-Beitrag mitteilt, ist die neue Funktion ab Microsoft Edge 80.0.338.0 verfügbar. Sie ist allerdings standardmäßig deaktiviert und muss von dem Nutzer also zunächst einmal manuell aktiviert werde.

Dazu rufen Sie in Edge die Einstellungen auf, wählen in der linken Seitenleiste "Datenschutz und Dienste" aus und legen dort dann den Schalter unter "Dienste" und "Potenziell unerwünschte Apps blockieren" auf "Ein". Anschließend blockiert Edge nun alle Downloads von nicht vertrauenswürdigen Apps, die gegebenenfalls zu unerwartetem Verhalten führen könnten.

Hier kann in Edge die neue PUA-Funktion aktiviert werden
Vergrößern Hier kann in Edge die neue PUA-Funktion aktiviert werden
© IDG

Solche "Potenziell unerwünschte Anwendungen", kurz PUA, könnte beispielsweise Software sein, die Komponenten enthält, die Werbung auf dem Rechner anzeigen. Außerdem blockiert die Funktion auch die Installation von: Torrent-Software, Cryptomining-Software, Software-Bündelungen, Marketing-Software und Evation-Software. Ebenfalls blockiert werden Downloads von Anbietern und Software, die als nicht vertrauenswürdig aufgefallen sind. Weitere Infos zu PUA finde Sie auf dieser Website bei Microsoft. Für den Einsatz von PUA arbeitet Microsoft mit allen großen Anbietern von Sicherheitssoftware zusammen, so dass PUA von Sicherheitsprodukten nicht fälschlicherweise als Malware identifiziert wird.

Für die Nutzung der PUA-Funktion von Edge muss zusätzlich auch unter Windows der Microsoft Defender SmartScreen aktiviert werden. Versucht der Nutzer dann eine potenziell unerwünschte App auf dem Rechner herunterzuladen, verweigert die Download-Funktion von Edge den Download und blendet einen entsprechenden Warnhinweis an. Der Nutzer kann dann entscheiden, ob er den Download dennoch durchführen möchte. Downloads, vor denen nach Ansicht des Nutzers nicht korrekt gewarnt wird, können an Microsoft zur Untersuchung gemeldet werden.

Microsoft Edge (Chromium): Jetzt hier zum Download

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