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EU und Russland verschieben ihre Mars-Mission auf 2022

13.03.2020 | 16:19 Uhr | Michael Söldner

Die unbemannte Mission zum Mars muss auf 2022 verschoben werden, Corona ist ein Grund für die Verzögerung.

Eigentlich wollten die Raumfahrtbehörden von Russland und Europa zwischen Juli und August 2020 mit einer unbemannten Mission zum Mars aufbrechen. Dort sollte ein Rover per Fallschirm landen,die Oberfläche des Planeten erkunden und nach Spuren von Leben suchen. Die gemeinsame Mission von ESA und Roskosmos muss nun jedoch auf 2022 verschoben werden. Als Grund gaben beide Organisationen an, dass speziell die Fallschirme des Rovers noch weiter getestet werden müssen. Bei Tests im vergangenen Jahr wurden die Fallschirme beschädigt und rissen teilweise sogar. Die ESA will daher noch mindestens zwei Tests durchführen. Da das Startfenster nur zwei Monate lang offen steht, musste der Start im Sommer 2020 aufgegeben werden. Die Entscheidung hierfür sein den Beteiligten aber nicht leicht gefallen.

Damit wurde die ExoMars-Mission nun schon zum zweiten Mal aufgrund von Problemen mit dem Rover verschoben. Der nach der berühmten Chemikerin Rosalind Franklin benannte Rover sollte eigentlich schon 2018 starten. Auch die Elektronik der Landefähre müsse noch einmal überarbeitet werden. Die Pandemie durch das Coronavirus habe ebenfalls eine Rolle bei der Verzögerung gespielt. Schließlich könnten Mitarbeiter aus Russland, Italien und Frankreich aktuell nicht mehr so einfach an andere Orte reisen wie in der Vergangenheit. Das nächste Startfenster öffnet sich erst 26 Monate nach dem geplanten Start im Juli/August. Dies hängt mit den Umlaufbahnen von Erde und Mars zusammen, die erst dann wieder näher beieinander liegen. Auch andere Länder wie die USA, China oder die Vereinigten Arabischen Emirate wollen in diesem Sommer Missionen zum Mars starten.

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