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EU plant Vergeltungszölle auf US-Spielkonsolen

17.04.2019 | 15:50 Uhr | Denise Bergert

Wegen der illegalen Subventionen für den Flugzeugbauer Boeing will die EU Vergeltungszölle auf weitere Waren aus den USA verhängen.

Die Europäische Union beschuldigt die US-Regierung, den Flugzeugbauer Boeing mit illegalen Subventionen zu unterstützen. Dadurch entstehen dem europäischen Unternehmen Airbus Wettbewerbsnachteile. Der jährliche finanzielle Schaden wird laut der EU-Kommission auf zwölf Milliarden US-Dollar geschätzt.

Solange die US-Regierungen diese Subventionen nicht einstellt, will die EU die Regierung Donald Trump mit weiteren Vergeltungszöllen auf Waren aus den USA abstrafen. In dieser Woche hat die Brüsseler Behörde eine  weitere Liste mit Waren veröffentlicht, auf die in Zukunft Strafzölle anfallen sollen. Das elf Seiten umfassende Dokument listet unterschiedlichste Waren, wie etwa Tomatenketchup, Tabak oder Videospielkonsolen. Der Streit um Staatsbeihilfen für die Flugzeugbauer in den USA dauert bereits seit einigen Jahren an.

Um keinen europäischen Unternehmen mit den Vergeltungszöllen zu schaden, hält die EU-Kommission noch bis Ende Mai ein öffentliches Konsultationsverfahren ab. Die Produktliste könnte in dessen Rahmen noch einmal gekürzt werden. Zudem muss die Liste noch von den Schlichtern der Welthandelsorganisation abgenickt werden. Die US-Regierung schießt unterdessen zurück, wirft auch Europa illegale Subventionen für Flugzeugbauer vor und kündigt ebenfalls Vergeltungszölle an.

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