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EU: USB-C wird zur Pflicht für alle Handys ab Herbst 2024

07.06.2022 | 15:30 Uhr | Denise Bergert

Ab Herbst 2024 müssen alle Smartphones, die in der EU verkauft werden, mit einem USB-C-Anschluss für kabelgebundenes Laden ausgestattet sein.

Die Gesetzgeber der Europäischen Union haben sich in dieser Woche auf eine neue Regelung geeinigt. Dieser zufolge müssen bis Herbst 2024 alles Smartphones, Tablets, Digitalkameras, Handhelds, E-Reader und Kopfhörer, die in der EU verkauft werden, mit einem universellen USB-C-Anschluss für das Laden per Kabel ausgestattet sein.

Neues Gesetz ab Herbst 2024

Nachdem die EU-Gremien zu einer Einigung über den Geltungsbereich und die Details gekommen sind, muss die Gesetzgebung in diesem Jahr noch vom EU-Parlament und dem EU-Rat verabschiedet werden. Wie das Europäische Parlament in einer Pressemitteilung erklärt, soll das Gesetz bis Herbst 2024 in Kraft treten.

"Die europäischen Verbraucher waren lange Zeit frustriert, weil sich mit jedem neuen Gerät mehrere Ladegeräte anhäuften. Jetzt werden sie in der Lage sein, ein einziges Ladegerät für alle ihre tragbaren elektronischen Geräte zu verwenden," so Alex Agius Saliba, Berichterstatter des Europäischen Parlaments. Die Gesetzgebung soll außerdem Standards für Schnellladetechnik und drahtlose Ladegeräte beschließen.

EU zwingt Apple zum Umstieg

Mit dem neuen Gesetz sollen in der EU jährlich rund 11.000 Tonnen Elektroschrott eingespart werden. Während ein Großteil der Smartphone-Hersteller bereits auf USB-C setzt, verwendet Apple noch einen proprietären Anschluss für seine Mobilgeräte. Auf das US-Unternehmen dürfte der EU-Beschluss also große Auswirkungen haben.

Bislang hatte sich Apple gegen den USB-C-Zwang der EU gewehrt und argumentiert , dass der Umstieg Elektroschrott verursachen würde, da Lightning-Zubehör dann überflüssig werden würde. Strenge Regulierungen auf einen Steckertyp würden laut Apple außerdem Innovationen verhindern.

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