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EU-Gericht: Google muss 2,4 Mrd. Euro Strafe zahlen

10.11.2021 | 15:25 Uhr | Denise Bergert

Weil Google den eigenen Preisvergleich den Diensten der Konkurrenz vorzieht, muss der Konzern nun eine Strafe in Milliardenhöhe zahlen.

Am heutigen Mittwoch hat das Gericht der Europäischen Union eine Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission gegen Google bestätigt . Die Klage der Kommission, Google lege bei seinem Preisvergleichsdienst wettbewerbsschädigende Praktiken an den Tag, wird damit untermauert. Auch die Richter in Luxemburg hätten festgestellt, dass Google seinen eigenen Shopping-Vergleich dem von Wettbewerbern vorziehe. Gegen dieses Urteil kann Google nun noch Einspruch beim Europäischen Gerichtshof einlegen.

Strafe in Milliardenhöhe

Bereits 2017 hatte die EU-Kommission eine Geldstrafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Den Wettbewerbshütern zufolge soll Google seinem Preisvergleich Google Shopping einen unrechtmäßigen Vorteil gegenüber den Diensten von Wettbewerbern verschafft haben. Das Unternehmen habe gegen EU-Kartellrecht verstoßen, indem es seine „marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber“ ausgenutzt habe, um die Ergebnisse seines eigenen Preisvergleichsdienstes in den Ergebnissen ganz oben zu platzieren. Die Vergleichsdienste der Konkurrenten seien dadurch herab gestuft worden.

Verstöße in 13 europäischen Ländern

Diese Bevorzugungspraktiken habe Google in 13 europäischen Ländern angewendet. Der deutsche Ableger der Google-Suche ist auch darunter. Google zeigte sich uneinsichtig und bezeichnete die Entscheidung als „rechtlich, faktisch und wirtschaftlich“ falsch. Ob der US-Konzern Einspruch vor dem Europäischen Gerichtshoft einlegen will, ist unklar. In den vergangenen Jahren hat die EU-Kommission insgesamt drei EU-Wettbewerbsstrafen gegen Google verhängt, die sich mittlerweile auf mehr auf acht Milliarden Euro summieren.

EU verhängt 1,49 Milliarden Euro Strafe gegen Google

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