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EU: Aktionsplan für Recht auf Reparatur vorgestellt

12.03.2020 | 17:59 Uhr | Michael Söldner

Mit einem umfangreichen Plan will die EU-Kommission die Recycling-Rate steigern und Müll vermeiden.

Die Europäische Kommission hat einen Plan vorgelegt , mit dem Müll vermieden und die Klimaziele eingehalten werden sollen. Möglich werden soll dies durch eine verbesserte Haltbarkeit von Produkten, dazu kommt ein „Recht auf Reparatur“. Dadurch sollen Produkte eine längere Lebensdauer erhalten, sich besser reparieren lassen und effizienter sein. Vorreiter sollen hier elektronische Geräte sein, auch Nachrüst-Lösungen zur Erhöhung der Lebensdauer sollen gefördert werden. Viele kleine Maßnahmen sollen die Weichen dafür stellen, dass Europa bis 2050 ein klimaneutraler Kontinent wird. Dazu sollen die Müllmengen drastisch reduziert und Ressourcen geschont werden. Ein erster Schritt hierzu sei ein Verbot der unnötigen Vernichtung von Produkten. Gerade im Online-Handel bei Retouren ist diese Vernichtung noch Standard.

Weiterhin will die EU Einwegprodukte beschränken und auch eine gezielte schnelle Alterung von Produkten unterbinden. Den Käufern sollen schon beim Kauf verlässliche Daten zur Verfügung gestellt werden, die über Umweltfreundlichkeit und Lebensdauer informieren. Smartphones sollen mit einem einheitlichen Ladekabel ausgestattet werden. Daneben will die EU ein Rücknahme- und Wiederkaufssystem für Handys, Tablets und Ladekabel etablieren. Nicht aufladbare Batterien sollen nach und nach aus dem EU-Binnenmarkt verschwinden. Bei den Verordnungen für Verpackungen gibt es aktuell aber noch Streitpunkte. Dennoch sollen bis 2030 alle Verpackungen wiederverwertbar sein. 

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