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EU: Ab 2022 müssen neue Autos einen intelligenten Geschwindigkeitsassistenten besitzen

27.03.2019 | 18:15 Uhr | Michael Söldner

Mit Assistenzsystemen in Neufahrzeugen will die EU-Kommission die Zahl der Unfalltoten deutlich reduzieren.

Die EU-Gesetzgeber wollen mit neuen Regeln für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Neben einem verpflichtenden Abbiegeassistenten für Busse und Lkw ab 2022 fordert die EU ab 2022 auch Spurhalteassistenten, eine intelligente Geschwindigkeitsassistenz sowie ein erweitertes Notbremsassistenzsystem für PKW. Derartige Systeme finden sich bereits in vielen Fahrzeugen, aber meist nur in der Luxusklasse. Mit der verbindlichen Forderung nach solchen Systemen in Neufahrzeugen soll eine ähnliche Sicherheitsverbesserung erreicht werden wie bei der Einführung der ersten Sicherheitsgurte.

Noch müssen das Europäische Parlament und der Europäische Rat den Vorschlag billigen. Die Maßnahmen sollen die Unfälle mit Toten und Verletzten senken. 90 Prozent dieser Unfälle seien auf menschliches Versagen zurückzuführen. Obligatorisch für neue PKW, leichte Nutzfahrzeuge, LKW und Busse werden ab 2022 Müdigkeitswarner, intelligente Geschwindigkeitsassistenz und Rückwärtsfahrsicherheit mit Kamera oder Sensoren sowie Unfalldatenaufzeichnung in einer „Blackbox“. PKW und leichte Nutzfahrzeuge sollen zusätzlich über Spurhalteassistenten, erweiterte Notbremsassistenzsysteme (nur PKW) und crashtesterprobte Sicherheitsgurte verfügen. Für LKW und Busse fordert die EU zusätzlich die Beseitigung der toten Winkel sowie Schutzsysteme, die andere Verkehrsteilnehmer neben dem Fahrzeug erkennen. Laut EU sollen die Maßnahmen bis 2038 über 25.000 Menschenleben retten und 140.000 schwere Verletzungen vermeiden. Bis 2050 soll die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr nahezu bei Null liegen.

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