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ESA startet Satelliten zur Erforschung von Exoplaneten

19.12.2019 | 17:41 Uhr | Michael Söldner

Der ESA-Satellit CHEOPS soll in einer Erdumlaufbahn 3,5 Jahre lang nach Exoplaneten suchen.

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA hat heute einen Satelliten an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom Guiana Space Center in Französisch-Guyana in eine Erdumlaufbahn geschickt. Der Characterizing Exoplanet Satellite (CHEOPS) getaufte Satellit soll vom Weltraum aus eine bessere Sicht auf fremde Sonnen haben, in deren Umlaufbahn sich Planeten befinden sollen. Konkret soll CHEOPS nach Exoplaneten Ausschau halten, während diese an ihrer Sonne vorbeiziehen. Dabei stehen Planeten im Fokus, die von der Größe her unserer Erde ähneln oder so groß sind wie der riesige Gasplanet Neptun.

Die ESA will damit Exoplaneten nachweisen, die einen felsigen Untergrund wie die Erde oder der Mars haben und damit auch die Chance für die Entwicklung von Leben bieten. Die schon entdeckten Planeten sollen durch CHEOPS genauer erforscht werden, dazu zählen präsizere Angaben zum Durchmesser, zur Dichte und zur Masse der Planeten. Die Lebensdauer des mit 290 Kilogramm relativ leichten Satelliten beträgt voraussichtlich 3,5 Jahre. Kurz nach dem Start meldete sich CHEOPS bei einer Bodenstation in der Antarktis. Aktuell befinde sich der Satellit in einem funktionalen Zustand. Gleichzeitig mit CHEOPS brachte die Sojus-Rakete auch andere Ladungen in den Weltraum, darunter weitere Forschungssatelliten der ESA sowie der französischen Raumfahrtagentur.

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