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ESA plant Dorf auf dem Mond - Moon Village

27.04.2016 | 10:57 Uhr |

Die europäische Weltraum-Agentur ESA plant ein Dorf auf dem Mond für Forschung, Bergbau und Tourismus.

Die Europäische Weltraum-Agentur ESA (European Space Agency) will Menschen auf den Mond schießen und entwickelt Pläne für ein „Mond-Dorf“ (Moon Village).

Dieser Außenposten auf dem Mond soll dauerhaft besiedelt werden. Was nun nicht so ungewöhnlich ist, weil sich ja auch in der ISS - auf der kürzlich ein Astronaut einen Marathonlauf absolvierte - sowie in deren Vorgängern wie der russischen MIR oder dem amerikanischen Skylab über längere Zeit Menschen aufhielten, die allerdings nach relativ kurzer Zeit wieder ausgetauscht wurden und werden.

Diese Mondbasis soll zur Nutzung allen ESA-Mitgliedern und anderen interessierten Staaten offen stehen, sowohl für staatliche und öffentliche Einrichtungen als auch für gewinnorientierte Unternehmen.

Sie soll nicht nur Forschungszwecken, sondern auch der wirtschaftlichen Nutzung dienen. Sogar von Bergbau auf dem Mond ist die Rede. Und vom Tourismus. Zudem soll die Besiedelung des Mondes der erste Schritt auf der langen Reise zum Mars (die NASA plant für Ende der 2030er Jahre eine bemannte Marsmission) und darüber hinaus sein. Übrigens wollen auch die Russen zum Mars fliegen - mit Atomantrieb.

Ganz bewusst habe die ESA den Begriff „Dorf“ gewählt, weil in dem Moon Village eine Gemeinschaft aus Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Zielen leben soll.

Konkreter sollen die Mond-Pläne ab dem Jahr 2020 werden. Bei der Erforschung und Nutzung des Mondes sollen Roboter eine wichtige Rolle spielen, wie ESA-Chef Jan Wörner betont.

„Sprachlos“ ist das neue Kurzvideo-Format von PC-WELT, das ohne gesprochene Worte auskommt. Diesmal: Die Internationale Raumstation ISS wird 15 Jahre alt. In dieser Zeit haben 220 Astronauten unzählige Experimente im Weltall durchgeführt.

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