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E-Scooter, E-Bikes & Pedelecs: Diese Strafe drohen bei Trunkenheit

02.07.2019 | 17:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Auch für Fahrer von E-Scootern, E-Bikes und Pedelecs gelten Promillegrenzen. Für E-Scooter gelten sogar die gleichen strengen Vorgaben wie für Autofahrer! Wer alkoholisiert E-Scooter oder E-Bike fährt, kann den Auto-Führerschein verlieren. Update!

Don’t drink and drive – dieser Grundsatz für Auto-Fahrer gilt auch für E-Scooter-Fahrer. Darauf weist der ACE Auto Club Europa e.V. hin. Denn auch für Fahrer eines der derzeit so gehypten E-Scooter gelten strenge Promillegrenzen. Anders als für E-Bikes und Pedelecs gelten für elektrische Tretroller sogar die gleichen Promille-Grenzen wie für Autofahrer! Update 2.7.2019: Auf der Autobahn haben E-Scooter keinesfalls etwas zu suchen!

Promillegrenzen für E-Scooter-Fahrer: Wie Auto-Fahrer

Das bedeutet: Für Fahranfänger (also für Menschen, die gerade erst ihren Führerschein der Klasse A (Motorräder) oder B (Pkw) oder C (Lkw) oder D (Bus) gemacht haben) gilt während der zweijährigen Probezeit die 0,0 Promillegrenze.

Für alle anderen Fahrer (ohne Probezeit) ist mit 0,5 Promille Alkohol im Blut Schluss, ansonsten drohen Bußgeld, Punkte in Flensburg und Fahrverbote, weil der Fahrer eine Ordnungswidrigkeit begangen hat. Bei noch mehr Alkohol im Blut fallen die Strafen noch härter aus und der Fahrer muss gegebenenfalls zum Verkehrspsychologischen Gutachten (MPU).

Die Haftpflichtversicherung reguliert zwar grundsätzlich den Schaden eines Dritten, wenn dieser schuldhaft herbeigeführt wurde, was auch bei Trunkenheit am Rollerlenker gilt, wie der ACE betont. Unter Umständen kann der Versicherer jedoch Geld von seinem Kunden zurückfordern: Regressforderungen sind laut ACE bereits ab 0,3 Promille möglich.

Promillegrenzen für E-Bike- und Pedelec-Fahrer

E-Bikes und Pedelecs stuft der Gesetzgeber dagegen als Fahrrad ein. Deshalb gilt für Fahrer von E-Bikes oder Pedelecs eine Promillegrenze von 1,6 Promille . Erwischt die Polizei einen Pedelec-/E-Bike-Fahrer mit derart viel Alkohol im Blut, wird der Autoführerschein abgenommen, sofern der betrunkene Radfahrer sich nicht dem Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) unterzieht. In jedem Fall sind eine Geldstrafe und Punkte in Flensburg fällig.

Aber auch schon unter 1,6 Promille kann die Polizei einem betrunkenen Radfahrer ab 0,3 Promille den Führerschein abnehmen, sofern dieser durch alkoholtypisches Verhalten (zum Beispiel Schlangenlinie fahren) auffällt, beziehungsweise den Verkehr gefährdet oder gar einen Unfall verursacht.

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