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DuckDuckGo will ein Do-Not-Track-Gesetz

02.05.2019 | 15:55 Uhr | Michael Söldner

Die auf Privatsphäre ausgelegte Suchmaschine DuckDuckGo fordert ein Do-Not-Track-Gesetz für alle Nutzer.

Wer in seinem Browser die Funktion „Do Not Track“ aktiviert, geht davon aus, dass der Wunsch nach einer unterlassenen Verfolgung auf Webseiten auch respektiert wird. Nach Angaben der auf Privatsphäre ausgelegten Suchmaschine DuckDuckGo werde die von über einem Viertel der Anwender gesetzte Funktion von vielen Webseiten jedoch ignoriert. Hochgerechnet würden 75 Millionen Amerikaner und 115 Millionen EU-Bürger beim Surfen ein DNT-Signal übertragen, welches Webseiten das Tracking untersagt.

Derzeit gebe es jedoch noch kein Gesetz, dass Seitenbetreiber dazu zwingt, diesem Wunsch nachzukommen. Stattdessen würde das DNT-Signal von vielen Angeboten ignoriert. Als Reaktion fordert DuckDuckGo ein Gesetz, welches die Website-Betreiber dazu zwingt, das DNT-Signal zu beachten. Bis weltweit gültige Datenschutzgesetze durchgesetzt werden, sei dies eine sofort wirksame Möglichkeit, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die technische Implementierung sei schon gegeben, es fehle nur noch ein Gesetz, welches den Wunsch zur unterlassenen Verfolgung verbindlich mache. Der von DuckDuckGo vorgeschlagene Do-Not-Track Act of 2019 soll als Vorlage dazu dienen, um über ein entsprechendes Gesetz zu diskutieren. Das Dokument steht an dieser Stelle zum Download bereit.

Inkognito-Modus: Privatsphäre beim Surfen schützen

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