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Dropbox hat gelöschte Nutzerdaten jahrelang gespeichert

25.01.2017 | 13:59 Uhr |

Aufgrund von „inkonsistenten Metadaten“ wurden von Nutzern gelöschte Daten bei Dropbox dennoch jahrelang gespeichert.

Wie Dropbox in dieser Woche einräumt , wurden Daten, die Nutzer eigentlich gelöscht hatten, mehrere Jahre auf den Dropbox-Servern gespeichert. Schuld daran sei ein Problem mit „inkonsistenten Metadaten“, heißt es im offiziellen Support-Forum.

Das Problem war vor etwa einer Woche aufgetreten, als bei einem Nutzer Ordner und Dateien wieder aufgetaucht waren, die er eigentlich schon vor zwei Jahren gelöscht hatte. In den Dropbox-Nutzungsbedingungen schreibt das Unternehmen, dass Dateien und Ordner, die von Nutzern gelöscht werden, spätestens nach 60 Tagen vollständig von den Dropbox-Servern verschwinden. Warum waren also die zwei Jahre alten Daten des betroffenen Nutzers plötzlich wieder aufgetaucht?

Dropbox erklärt im Forum, dass ein bereits seit Jahren bekannter Software-Fehler für das Auftauchen der gelöschten Daten verantwortlich sei. Die Dateien und Ordner hätten „inkonsistente Metadaten“ gehabt und seien aus diesem Grund in „Quarantäne“ aufbewahrt worden, was sie von der Löschung ausgeschlossen hatte.

Im Foren-Thread beschwerten sich in den vergangenen Tagen noch weitere erboste Kunden. Bei ihnen seien teilweise gigabyteweise bis zu sieben Jahre alte Daten wieder aufgetaucht. Dropbox reagierte rund einen Tage nach Eröffnung des Threads und versicherte, dass es sich nicht um einen Hack handle. Viele der besorgten Kunden hätten sich jedoch eine schnellere Reaktion gewünscht. Zu dem bereits seit Jahren bestehenden Software-Fehler mit „inkonsistenten Metadaten“ bezieht das Unternehmen keine Stellung.

Dropbox erklärt in seinen Nutzungsrichtlinien zwar, dass gelöschte Daten innerhalb von 60 Tagen von den Servern verschwinden. Zwei Einschränkungen macht das Unternehmen hier jedoch auch. So können Nutzerdaten beispielsweise länger aufgewahrt werden, um „rechtlichen Verpflichtungen“ nachzukommen. Rechtlich bewegt sich der Cloud-Anbieter mit dem aktuellen Vorfall also wahrscheinlich noch im grünen Bereich.

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