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Drogenschmuggler testen Drohnen als Waffen

24.04.2019 | 15:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Skrupellose Drogenschmuggler transportieren mit Drohnen nicht nur Drogen, sondern zunehmend auch Sprengstoff.

Drogenkartelle scheinen die Verwendung von Drohnen als Waffen zu testen. Das berichtet Spiegel Online. Demnach lassen Drogensyndikate über den Häusern von Mitarbeitern von Sicherheitsbehörden schon mal Drohnen fliegen.

In einem konkreten Fall aus dem Jahr 2018 filmte eine Drohne den Überflug über das Anwesen eines mexikanischen Sicherheitsbeamten und eine weitere Drohne transportierte zeitgleich Sprengsätze, die allerdings nicht gezündet wurden. Ob die Sprengsätze aufgrund einer fehlerhaften Konstruktion nicht zündeten oder das Ganze nur zur Abschreckung dienen sollte, ist unklar. Die Fälle, in denen Drohnen mit Sprengstoff beladen und mit einem Fernzünder ausgestattet werden, häufen sich aber.

In erster Linie verwenden die mexikanischen Drogenhändler die Flugdrohnen aber zum Transport von Drogen. Und zwar mindestens seit 2015. Die Drogenhändler transportieren mit den Drohnen ihre Drogen (Methamphetamin, Marihuana, Heroin) über die streng überwachte Grenze zur USA. Die bisher mit Drohnen transportierten Drogenmengen sind aber gering, der Drogenschmuggel funktioniert derzeit immer noch vor allem über Tunnel und Flugzeuge. Doch wenn die Drohnen im Laufe der Zeit leistungsfähiger werden - wenn sie also weiter fliegen beziehungsweise länger in der Luft bleiben und mehr Gewicht tragen können - dann dürften die Drogenschmuggler immer mehr auf Drohnen setzen. Die Gangster verwenden übrigens handelsübliche Drohnen, die man beispielsweise auf Amazon kaufen kann.

Die US-Grenzschutzbehörden können die kleinen Drohnen kaum entdecken. Vor allem aber können sie die Drohnen nicht bekämpfen. Deshalb arbeiten die USA intensiv an der Entwicklung von Drohnenabwehrtechniken.

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