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Donald Trump kritisiert BMW, Ford, Honda & VW für zu viel Umweltschutz

22.08.2019 | 13:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

US-Präsident Donald Trump wettert wieder einmal auf Twitter. Dieses Mal gegen Automobil-Hersteller, die die Umwelt schützen wollen. Unter anderem gegen BMW und VW.

BMW, Ford, Honda und Volkswagen haben sich dem US-Bundesstaat Kalifornien gegenüber verpflichtet, bis 2026 die Schadstoffemissionen ihrer Neufahrzeuge zu reduzieren. Zugleich sollen die Neuwagen auch weniger verbrauchen. Mercedes-Benz soll laut New York Times planen, ebenfalls dem Abkommen mit Kalifornien beizutreten.

Das ist eigentlich eine gute Nachricht, doch einer freut sich nicht über saubere Luft: US-Präsident Donald Trump hat via Twitter seinen Unmut über dieses Abkommen kundgetan, kurz zusammengefasst: Henry Ford wäre sehr enttäuscht, wenn er sehen würde, dass seine Nachkommen ein Auto bauen wollen, das deutlich teurer und weniger sicher sei und nicht so gut funktionieren würde, nur weil die Unternehmensleiter sich nicht mit der kalifornischen Aufsichtsbehörde anlegen wollen. Kalifornien würde die Automobil-Hersteller in den Ruin treiben, wenn es seine Regierung nicht mehr gäbe.

Denn Trump ist gegen Auflagen zum Schutz der Umwelt, wie sie bereits sein Amtsvorgänger Barack Obama beschlossen hat. Ganz im Gegenteil nahm und nimmt Trump Beschlüsse der Vorgängerregierung zum Schutz der Umwelt zurück.

Doch Trump beließ es nicht bei einem unfreundlichen Twittersturm, sondern bestellte sogar Vertreter der Automobil-Hersteller General Motors, Fiat Chrysler und Toyota ins Weiße Haus ein, damit diese seine Politik unterstützen, wie The Verge berichtet. Eines dieser Unternehmen, das namentlich nicht genannt werden möchte, will dennoch dem Abkommen mit Kalifornien beitreten (Anm. d. Redaktion: Wir tippen auf Toyota).

Da Kalifornien beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle in den USA einnimmt, dürften andere US-Bundesstaaten dem Beispiel folgen. Das würde ein neues Gesetz der Trump-Regierung, das weniger umweltfreundliche Standards vorgeben würde, unterlaufen. In den USA könnten dann zeitgleich unterschiedliche Umweltvorgaben für Neuwagen gelten.

Trump vertritt die Meinung, dass die noch von Obama beschlossenen Auflagen für die Automobilindustrie Autos deutlich teurer machen  und die Kunden dazu zwingen würden, entweder ältere Autos zu kaufen oder das alte bisherige Auto weiter zu fahren.

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