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Donald Trump: Bald Impfstoff gegen Coronavirus – Experten widersprechen

26.02.2020 | 14:52 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Donald Trump verspricht in Kürze einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch seine eigenen Experten widersprechen. Angeblich meinte Trump Ebola.

Donald Trump hat für alles eine schnelle Lösung. Auch für den Corona-Virus SARS-CoV-2, der die Infektionskrankheit Covid-19 verursachen kann.

Der US-Präsident hat bei einer Pressekonferenz verkündet, dass es bald einen Impfstoff gegen den Corona-Virus SARS-CoV-2 geben werde. Auch Trumps Homeland-Security-Beauftragter Chad Wolf äußerte sich laut The Verge ähnlich und versprach binnen weniger Monate einen Imfpstoff. Wolf berief sich dabei auf das United States Department of Health and Human Services HHS und das Centers for Disease Control and Prevention CDC.

Doch das CDC sagt etwas völlig anderes: Bis ein wirksamer Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehe, würden noch mindestens 12 bis 18 Monate vergehen. Und der HHS-Beauftragte Alex Azar hält die Entwicklung eines neuen Impfstoffes in so kurzer Zeit wie von Wolf versprochen für unmöglich: „Das sei noch nie in der Geschichte der Menschheit gelungen“.

Das Weiße Haus versuchte nachträglich Trumps Äußerung zu relativieren. Trumps Aussage habe sich angeblich auf das Ebola-Virus bezogen, wie The Verge berichtet . Einen solchen Impfstoff gibt es bereits.

Derzeit melden immer mehr Staaten Infektionen mit dem Corona-Virus. Nach China als dem Ursprungsland treten Covid-19-Infektionen auch in Südkorea, Japan, Spanien und Italien sowie auch wieder in Deutschland auf. Aber auch aus Kroatien, der Schweiz und Österreich werden Infektionen gemeldet. Donald Trump lobt derweil aud Twitter die gute Arbeit seiner Regierung zur Eindämmung des Coronaviruses.

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