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DoS-Attacken und Baukastensysteme

28.06.2013 | 06:40 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Im Zusammenhang mit Botnets ist auch die Zahl der Denial-of-Service-Attacken (DoS-Attacken) enorm gestiegen: Solche massiven Anfragen auf Server bringen diese letztlich zum Absturz. Web-Seiten, die über den Server laufen, sind dann zum Beispiel nicht mehr erreichbar. Symantec hat beobachtet, dass DoS-Attacken von durchschnittlich 119 auf 927 pro Tag angestiegen sind - das entspricht einer Zunahme von 680 Prozent in sechs Monaten. Neu ist, dass häufig kleine und mittlere Unternehmen ins Visier der Angreifer geraten.

Cyberschädlinge haben es stärker auf vertrauliche Informationen abgesehen - und auf deren Weitergabe an Dritte. Solche Bedrohungen können zu finanziellen Verlusten führen, insbesondere wenn Kreditkarteninformationen oder Bankdaten bloßgelegt werden. Eine Besorgnis erregende Entwicklung, zumal Online-Shopping und Internetbanking immer beliebter werden. In der ersten Jahreshälfte 2005 machten Schadprogramme, die vertrauliche Informationen abschöpften, bereits 74 Prozent der 50 am häufigsten gemeldeten Cyberschädlinge aus.

"Der Trend geht weg von breit angelegten Angriffen auf Netzwerke hin zu kleineren, dafür aber zielgenauen Attacken auf Webanwendungen und Clients", fasst Olaf Lindner, Sicherheitsexperte bei Symantec, die Verschiebung in der Bedrohungslandschaft zusammen.

Außerdem greift ein neues Phänomen um sich: Modularer Schadcode. Das sind Schadprogramme, die wie ein Baukasten nachrüstbar sind. Zunächst verfügen diese nur über limitierte Schadensfunktionen. Doch einmal auf dem Computer installiert, laden sie zusätzliche Funktionen herunter und rüsten sich so selbstständig zu gefährlichen Cyberschädlingen hoch. Diese Tendenz zu modularem Code wird sich nach Ansicht der Symantec-Experten noch verstärken und geht einher mit neuen Methoden zur Tarnung und zur Aushebelung von Sicherheitseinrichtungen auf befallenen Systemen.

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