2560969

Display-Ausfall: Tesla ruft rund 135.000 Autos zurück

03.02.2021 | 10:40 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Tesla ruft rund 135.000 Autos in die Werkstatt zurück, weil deren Touchscreen ausfallen kann. Bisher bekommen aber nur US-Kunden die Gratis-Reparatur.

Tesla hat in den USA dem Drängen der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) nachgegeben und ruft in den Vereinigten Staaten rund 135.000 Model S und Model X zurück in die Werkstatt. Wegen des bekannten „Alterungsproblems“ mit deren Bildschirmelektronik (siehe unten) beziehungsweise – um genauer zu sein – das alterungsbedingte Ausfallrisiko des "8GB eMMC NAND-Speicherbausteins". Betroffen sind alle Model S, die zwischen 2012 und März 2018 gebaut wurden, sowie alle Model X, die zwischen 2016 und März 2018 gebaut wurden. Bei diesen Fahrzeugen spielt Tesla ein Software-Update auf und tauscht die problematischen Speicherchips (8GB embedded MultiMediaCard, eMMC) in der Media Control Unit (MCU) aus. Dies geschehe aber freiwillig, wie Tesla betont. Alle ab März 2018 gebauten Tesla Model S und X seien von dem Alterungsproblem ohnehin nicht betroffen.

Derzeit liegen keine Angaben dazu vor, ob betroffene Teslafahrer aus Deutschland ebenfalls kostenlos den alterungsanfälligen Chip ausgetauscht bekommen. Laut Teslamag prüfe das zuständige Kraftfahrtbundesamt derzeit die Lage. Auf der deutschsprachen Tesla-Webseite für Rückrufe gibt es noch keinen Hinweis auf dieses Problem.

Ursprüngliche Meldung vom 14.1.2021: Tesla soll 158.000 Fahrzeuge vom Typ Model S und das Model X zurückrufen. Da deren riesige Touchscreens ausfallen und dunkel bleiben können. Die Bildschirme sind aber essentiell, um wichtige Fahrzeugfunktionen bedienen zu können. Deshalb sieht die US-Behörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) darin einen Sicherheitsmangel und verlangt von Tesla die Beseitigung des Problems. Die NHTSA fordert Tesla dazu auf, alle betroffenen Fahrzeughalter, Käufer und Händler zu informieren und das Problem zu lösen. Konkret bedeutet das einen Hardwareaustausch.

Falls der Touchscreen mit der “Media Control Unit” streikt, können die Fahrer nicht mehr auf die Rückfahrkamera, die Klimaanlagenkontrolle (mit der Möglichkeit die Scheiben zu enteisen beziehungsweise diese am Beschlagen zu hindern) und auf die Konfiguration des Tesla-Autopiloten zugreifen beziehungsweise nicht mehr dessen Warnfunktionen nutzen. Dadurch würde sich laut NHTSA das Unfallrisiko erhöhen.

Für rund 64.000 Euro bekommt ihr im neuen Tesla Model 3 Performance jede Menge Technik-Schnickschnack. Und in unserem Test stellen wir schnell fest: Tesla nimmt sich selbst nicht allzu ernst und spendiert dem E-Auto jede Menge Features, über die man nur lachen kann: Blinker mit Furzgeräuschen, Videospiele oder ein Lagerfeuer für "romantische" Stunden auf der Autobahn. Was der Wagen noch so kann, erfahrt ihr in diesem Video.

► Hier geht's zum Test-Bericht:
www.pcwelt.de/produkte/Tesla-Model-3-im-Test-Irre-Beschleunigung-rasanter-15-Zoeller-und-always-online-10643706.html

► Unterstützt uns, werdet Kanalmitglied für nur 99 Cent im Monat und erhaltet exklusive Vorteile (jederzeit kündbar):
www.youtube.com/pcwelt/join

► Zum PC-WELT T-Shirt-Shop:
www.pcwelt.de/fan

--------

Unser Equipment (Affiliate-Links):

🎥Kameras:
amzn.to/2SjTm72
amzn.to/2IuqA3T
amzn.to/2IvFtmk

🔭Objektive:
amzn.to/2E0wofO
amzn.to/2NkGoFd

➡️ Stative:
teuer: amzn.to/2DIlCeV
günstig: amzn.to/2IHm026
Einbein: amzn.to/2T0WbPG

📺Field Monitore:
teuer: amzn.to/2UnVbWk
günstig: amzn.to/2IKAbUv

🎤Mikros:
Lavalier: amzn.to/2IxIlzm
Headset: de-de.sennheiser.com/hsp-essential-omni
Hand: amzn.to/2HdVKIT
Shotgun: amzn.to/2tA6ZoE

➡️ Kamera-Cages & Zubehör:
amzn.to/2Estthx
amzn.to/2XY5M7N
Damit habt Ihr alles im Griff: amzn.to/2SmfptN

➡️ Schulter-Rigs:
teuer: bit.ly/2V08tny
günstig: amzn.to/2PJrr0z

💻 Schnitt-Notebooks:
Apple: amzn.to/2JuPgYY
Nicht-Apple: amzn.to/2E3vsHI


Das Problem wird durch langsam verschleißende Flashspeicher verursacht, die in den Touchscreens von Model S der Baujahre 2012 bis 2018 und von Model X in den Baujahren 2016 bis 2018 verbaut wurden. Bei jedem Einschaltvorgang der Bildschirme geht ein klein wenig vom 8 GB großen eMMC NAND Flashspeicher verloren. Dieser Speicher sitzt auf dem Nvidia-Tegra-3-Prozessor des Touchscreens. Nach zirka fünf bis sechs Jahren Betrieb fällt im statistischen Durchschnitt der Bildschirm dann aus. Das Problem ist bereits länger bekannt. Tesla habe gegenüber der NHTSA bestätigt, dass unvermeidbar alle Bildschirme mit den betroffenen Chips einiges Tages ausfallen werden. Mit den meisten Ausfällen sei statistisch im Jahr 2022 zu rechnen. Bis spätestens 2028 müssten alle Chips nach einer statistischen Prognose ersetzt werden.

Tesla hat OTA ein Software-Update an die betroffenen Fahrzeuge ausgespielt, das das Problem zwar nicht lösen kann, es aber etwas abschwächen soll. Das Software-Update unterbreche aber den Zugriff auf die Rückfahr-Kamera, kritisiert die NHTSA.

Tesla hat sich noch nicht dazu geäußert, ob es der Aufforderung der NHTSA nachkommen werde.

Tesla Model 3 im Test + Video: Irrer Sprint, rasanter 15-Zöller und always online



PC-WELT Marktplatz

2560969