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Disney weitet seine Beschränkungen auf alle Geschäftsbereiche in Russland aus

11.03.2022 | 13:31 Uhr | René Resch

Disney geht den nächsten Schritt: nach bereits eingestellten Neuveröffentlichungen im Kino werden jetzt alle Geschäftsaktivitäten in Russland eingestellt.

Aufgrund des Einmarsches der russischen Armee in die Ukraine hat Disney sich dazu entschieden, alle Geschäftsbereiche in Russland vorerst zu pausieren, wie das Unternehmen in einem Statement auf dem eigenen Blog verlauten lässt.  

Dieser Schritt erfolgt nun zur zusätzlichen, bereits angekündigten Pausierung von neuen Kinofilm-Veröffentlichungen in Lichtspielhäusern in Russland.

Jetzt erweitert Disney den Stopp auf alle Geschäftsbereiche. Dazu zählt, dass Disney-Kreuzfahrtschiffe nicht mehr den Anlaufhafen St. Petersburg ansteuern werden, der Verkauf von Disney-Merchandise wie Kleidung und Spielzeug wird eingestellt, National Geografic samt Magazin und Touren sowie laufende Disney-Produktionen.

In Russland gibt es kein Disney+

Auch das Lizenzgeschäft soll eingeschränkt werden. Da in Russland allerdings kein Disney+ existiert, wird das Pausieren von TV-Sendern sowie von Disney-Inhalten für Streaming-Plattformen aufgrund laufender Verträge etwas schwieriger. Aber auch hier möchte Disney nachlegen.

Weiterhin möchte, Disney mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um Flüchtlingen aus der Ukraine Hilfe zukommen zu lassen. Hier das gesamte Statement:

"Letzte Woche, nach Russlands unprovoziertem Einmarsch in die Ukraine, haben wir angekündigt, dass wir die Veröffentlichung von Kinofilmen in Russland pausieren und den Rest unserer Geschäfte dort überprüfen werden.

Angesichts des unerbittlichen Angriffs auf die Ukraine und der eskalierenden humanitären Krise ergreifen wir Maßnahmen, um alle anderen Geschäfte in Russland zu pausieren. Dazu gehören die Lizenzierung von Inhalten und Produkten, die Aktivitäten der Disney Cruise Line, das National Geographic Magazin und Touren, lokale Produktionen und lineare Kanäle.

Einige dieser Geschäftstätigkeiten können und werden wir sofort pausieren. Andere - wie die linearen Kanäle und einige Inhalte und Produktlizenzen - werden aufgrund vertraglicher Komplexitäten Zeit benötigen.

Auch wenn wir diese Geschäftsbereiche pausieren, bleiben wir unseren engagierten Kollegen in Russland verpflichtet, die weiter beschäftigt werden. Und wir arbeiten weiterhin mit unseren NGO-Partnern zusammen, um Flüchtlingen Hilfe und andere dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen."

Weitere Firmen schränken Handel und Dienste mit Russland ein

Der Druck auf Russland wird unterdessen immer größer. Disney ist dabei nicht das erste Unternehmen, dass seine Dienste und Verkäufe im Land einstellt. Weitere bekannte Namen wie Apple, Microsoft, Intel, AMD, Netflix, Tiktok, Activision Blizzard und weitere große Namen haben Beschränkungen angekündigt. Mehr dazu lesen Sie in unseren passenden News rund um das Thema:

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