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Disney+ plant maximal 4 Minuten Werbung pro Stunde

18.05.2022 | 17:15 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Die Pläne für das werbefinanzierte Abo bei Disney+ werden immer konkreter. Es gibt jetzt weitere Infos.

Disney+ will bei dem neuen werbefinanzierten Abo, welches in naher Zukunft starten wird, so wenig Werbung wie möglich anzeigen.  Wie Wallstreet Journal und Variety melden, seien maximal 4 Minuten Werbung pro Stunde geplant. Damit würde Disney+ im Schnitt pro Stunde Streaming weniger Werbung zeigen, als andere Streaming-Dienst-Konkurrenten in den USA derzeit den Zuschauern über ihre günstigeren Werbe-Abos servieren.

Den Berichten zufolge blenden nämlich HBO Max und Peacock zwischen vier und fünf Minuten pro Stunde Werbung ein und Hulu sogar bis zu 12 Minuten pro Stunden.

Keine Werbung für Kinder – keine Clips über Alkohol und Parteien

Grundsätzlich soll es keinerlei Werbung bei Kinderinhalten geben, egal ob sie mit einem regulären werbefinanzierten Abo oder mit einem Kinderprofil angeschaut werden.  Auch was den Inhalt der Werbung angeht, soll es bei Disney+ klare Regeln geben. Disney+ will keine Werbung über Produkte mit Alkohol oder politische Parteien ausliefern.

Im März hatte Disney+ bestätigt, dass in Zukunft auch ein günstigeres Abo angeboten werden soll, bei dem das Anschauen der Inhalte durch Werbung unterbrochen wird. Mit dem günstigeren, werbefinanzierten Abo will Disney+ die Anzahl der Abonnenten erhöhen. In den USA soll es das Abo voraussichtlich ab Ende 2022 geben, im Jahr 2023 dann auch in anderen Ländern. 

Netflix könnte nachziehen

Ende April wurde bekannt, dass auch Netflix die Einführung eines werbefinanzierten Abos in Erwägung zieht. Die Nachricht verbreitete sich wenige Tage, nachdem Netflix zum ersten Mal einen Kundenrückgang melden musste. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 verlor Netflix etwa 200.000 Abonnenten. In dieser Woche hat Netflix laut US-Medienberichten 150 Mitarbeiter entlassen, was Netflix mit der "Verlangsamung des Wachstums" begründet. Schuld seien unter anderem der Krieg in der Ukraine, der stärkere Wettbewerb und die Inflation.

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