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Digitaler Impfnachweis: Krankenhaus kennt CovPass-App nicht

21.06.2021 | 10:02 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Bereits am 14.6. bekamen wir in einer Apotheke den digitalen Impfnachweis. Doch ein Krankenhaus kannte die CovPass-App und den digitalen Impfnachweis bei der Kontrolle nicht.

Seit dem 14. Juni stellen viele Apotheken den digitalen Impfnachweis aus, alle Details dazu lesen Sie in unserer FAQ. Wir recherchierten gleich in der Früh am Starttag (14.6.) auf mein-apothekenmanager.de eine teilnehmende Apotheke. Dort marschierten wir dann am Nachmittag gegen 16.30 Uhr ohne vorherige Anmeldung hin. Über allen Schaltern in der Apotheke hingen DIN-A4-große Flyer, auf denen stand: „Digitaler Impfnachweis hier“. Wir konnten ohne Warteschlange direkt an einen dieser Schalter gehen und baten den Herrn um das Ausstellen des digitalen Impfnachweises. Der Apothekenmitarbeiter nickte freundlich und versicherte uns, dass das kein Problem sei.

Er nahm unsere Unterlagen - gelber Impfausweis, Reisepass (Personalausweis geht natürlich auch) und den Ausdruck des Impfzentrums (den hatten wir zusätzlich dabei, dieser Ausdruck ist aber nicht zwingend erforderlich) - und setzte sich damit in einem Nachbarraum an seinen PC. Wir konnten in der Apotheke - im Zentrum einer bayerischen Großstadt - keinen Andrang nach dem digitalen Impfnachweis erkennen. Alle anderen der zahlreichen anwesenden Kunden fragten nach Medikamenten.

Nach etwa fünf Minuten kehrte der Mitarbeiter zurück. Er hatte zwei Ausdrucke dabei, für jede unserer beiden Impfungen einen Ausdruck mit einem QR-Code. Technisch ginge das nicht anders, erklärte uns der Mann. Aber wirklich relevant sei nur der Nachweis über die zweite Impfung. Diesen QR-Code scannten wir sofort am Schalter vor den Augen des Apothekenmitarbeiters mit unserer CovPass-App ein. Binnen Sekunden erschien der QR-Code in unserer App, wir hatten den digitalen Impfnachweis nun also nicht nur auf Papier, sondern auch in unserer CovApp. Zufrieden verließen wir die Apotheke.

Die beiden Blätter des Ausdrucks des digitalen Impfnachweises.
Vergrößern Die beiden Blätter des Ausdrucks des digitalen Impfnachweises.

Der Kunde muss für das Ausstellen des digitalen Impfnachweises nichts bezahlen, die Apotheken erhalten eine Entlohnung von bis zu 18 Euro vom Staat.

Update: Im Krankenhaus kennt man den digitalen Impfnachweis nicht

Am 18. Juni 2021 (Freitag) zeigten wir beim Betreten eines Krankenhauses im ländlichen Raum unseren digitalen Impfnachweis in der CovPass-App vor. Das Krankenhaus verlangte beim Betreten zwingend das Vorzeigen des Impfausweises mit vollständig abgeschlossener Impfung oder einen aktuellen Test.

Doch die kontrollierende Krankenschwester an der Pforte wusste nichts von einem digitalen Impfnachweis und besaß auch kein Smartphone mit der dafür erforderlichen CovPassCheck-App. Sie konnte also unseren digitalen Impfnachweis nicht überprüfen. Vermutlich ist es für eine Übergangszeit also besser, wenn Sie parallel zur App doch noch den gelben Impfausweis zusätzlich mitnehmen.

Update Ende

Zusammenfassung

Der digitale Impfnachweis besteht aus zwei DIN-A4-Blättern, je ein Blatt für eine Impfung (beim Impfstoff von Johnson&Johnson bekommt man also nur ein Blatt).

Jedes Blatt enthält vor allem den QR-Code, in dem wiederum diese Angaben hinterlegt sind:

  • Name 


  • Vorname 


  • Geburtsdatum 


  • Krankheit (gegen die geimpft wird)

  • 
Impfstoff 


  • Produkt 


  • Hersteller 


  • Dosennummer

  • 
Gesamtdosen

  • 
Impfdatum 


  • Land 


  • Aussteller des techn. Zertifikates 


  • Einzigartige Identifikationsnummer für das Zertifikat (kurz UVCI). 


Daneben gibt es einen deutschsprachigen und einen englischsprachigen Hinweis, dass man den QR-Code sorgfältig aufheben sollte und nur vorzeigen sollte, wenn man den Impfstatus nachweisen muss. Außerdem gibt es einen Hinweis, dass der digitale Impfnachweis kein Reisedokument sei. Vor allem aber werden der verwendete Impfstoff genau aufgeführt - der Impfstoff von Biotech heißt beispielsweise Comirnaty - und das Datum der Impfung genannt.

Ferner befindet sich das EU-Logo mit der Beschriftung „EU Covid-19 IMPFZERTIFIKAT“ auf dem Blatt. Dazu stehen noch der Name des Geimpften und dessen Geburtsdatum sowie die „eindeutige Zertifikatskennung“. Dabei handelt es sich um eine längere Buchstaben-Zahlenreihe.

Der QR-Code in der CovPass-App. Diesen QR-Code zeigen Sie bei einer Kontrolle vor.
Vergrößern Der QR-Code in der CovPass-App. Diesen QR-Code zeigen Sie bei einer Kontrolle vor.

Sobald Sie den QR-Code von dem Blatt zur zweiten Impfung mit der CovPass-App einscannen (hierzu öffnen Sie die App und tippen auf das +-Symbol), befinden sich alle diese Daten auch in Ihrer App. Sie sehen in der App nach dem erfolgreichen Einscannen zunächst die Zeile „COVID-19-Impfzertifikat“, den QR-Code, die Zeile „Vollständiger Impfschutz“ und darunter Ihren Namen sowie ganz unten „Impfungen anzeigen“.

Detailinformationen in der App, oberer Abschnitt.
Vergrößern Detailinformationen in der App, oberer Abschnitt.
Detailinformationen in der App, unterer Abschnitt.
Vergrößern Detailinformationen in der App, unterer Abschnitt.

Tippen Sie darauf und Sie bekommen eine Detailseite mit weiteren Informationen angezeigt: Ihren Namen, Geburtsdatum, Datum der Impfung und Angabe des Impfstoffes, Identifikationsnummer für das Zertifikat etc. Zudem steht dort klipp und klar: „Impfschutz vollständig.“ Bei einer Kontrolle mit der CovPass-Check-App öffnen Sie die CovApp und zeigen den QR-Code vor.

Die App ist darauf vorbereitet weitere Impfungen hinzuzufügen. Das würde wieder über das +-Symbol erfolgen. Warten wir einmal ab, ob wir im Herbst weitere Impfungen benötigen. Gegen neue Mutationen, gegen die die bisherige Impfung nicht schützt. Oder für Auffrischungsimpfungen.

CovPass ist da: Offizielle App für digitalen Impfnachweis

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