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Diese Covid-Impfzertifikate verfallen am 1.2. – das müssen Sie jetzt wissen

31.01.2022 | 10:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Ab dem 1. Februar sind Millionen digitale Covid-Impfzertifikate nicht mehr gültig. Hier erfahren Sie, welche betroffen sind.

Nach aktuellem Stand sind Millionen in Deutschland ausgegebene digitalen Covid-Impfzertifikate für die Grundimmunisierung ab dem 1. Februar 2022 ungültig und damit schneller als bisher. Ab diesem Zeitpunkt verfällt die Gültigkeit dieser Impfzertifikate bereits nach 9 Monaten und nicht mehr nach 12 Monaten. Das hatte die EU entschieden und Deutschland hat der Regelung zugestimmt. In der letzten Besprechung des Bundes mit den Ländern, am 24. Januar 2022, gab es keine neue Entscheidung über den Ablauf der digitalen Zertifikate am 1.2. Damit laufen am 1.2. tatsächlich Millionen Impfzertifikate in Deutschland aus.

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Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie über ein Impfzertifikat nach einer Booster-Impfung verfügen. Alle anderen sollten die Gültigkeit ihres Impfzertifikats überprüfen. Und das geht wie folgt:

Zertifikatlaufzeit in Corona-Warn-App und CovPass-App überprüfen

In der Corona-Warn-App können Sie die Gültigkeit eines Impfzertifikats wie folgt überprüfen: Starten Sie die App und wechseln Sie dann zu "Zertifikate". Hier tippen Sie auf den QR-Code für das aktuell für den Status-Nachweis aktive Zertifikat. Im nächsten Bildschirm scrollen Sie dann ganz nach unten und tippen Sie dann auf den Eintrag "Impfzertifikat", der den Zusatzhinweis "Aktuell verwendetes Zertifikat" trägt. Im folgenden Bildschirm wird die Gültigkeit des Zertifikats dann unter "Technisches Ablaufdatum" angezeigt.

In der CovPass-App tippen Sie auf den QR-Code, scrollen im nächsten Bildschirm nach unten bis "Impfzertifikat" und tippen auf das Zertifikat mit dem Hinweis "Aktuell verwendetes Zertifikat". Die Gültigkeit des Zertifikats wird dann im folgenden Bildschirm unter "Technisches Ablaufdatum / Technical expiry date" angezeigt.

Diese Covid-Impfzertifikate sind von der Fristverkürzung betroffen

Betroffen von der Fristverkürzung sind alle digitalen Zertifikate, die vor dem 7. Mai 2021 nach einer Impfung und Zweitimpfung, nach einer Impfung und Genesung oder nach einer Genesung und Genesenimpfung ausgestellt wurden. Konkreter also alle Personen, die vor dem 7. Mai 2021 als "grundimmunisiert" galten und noch keine Booster-Impfung erhalten haben.

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Das können Sie dagegen tun

Alle betroffenen Personen können über eine Booster-Impfung einen Verlust ihres Impfstatus verhindern. Das ist wichtig, wenn man am öffentlichen Leben trotz aller Regelungen (2G, 2G+, 3G, etc.) teilnehmen möchte.

Eine Auffrischungsimpfung wird von der Ständigen Impfkommission mittlerweile ab dem dritten Monat nach der Grundimmunisierung empfohlen. Allerdings gilt es auch zu beachten, dass man in einigen Bundesländern erst 14 Tage nach der Auffrischungsimpfung als geboostert gilt.

Eine besondere Regel gilt aktuell auch für alle Personen, die eine Dosis von Johnson & Johnson erhalten haben, denn diese müssen für den Booster-Status in vielen Bundesländern eine dritte Impfung nachweisen.

Für alle digitalen Zertifikate nach der Booster-Impfung gilt übrigens vorerst weiterhin die Gültigkeit von 12 Monaten.

Gültiges Covid-Impfzertifikat auch für Reisen wichtig

Wichtig ist der Stichtag 1.2.2022 auch für alle, die in andere EU-Länder reisen wollen und dafür ein gültiges Impfzertifikat besitzen müssen. Der ADAC verweist beispielsweise in einer aktuellen Mitteilung darauf, dass es etwa in Österreich eine erleichterte Einreise-Möglichkeit für bereits geboosterte Reisende gibt. Für Reisen in die Schweiz seien die Covid-Impfzertifikate für 12 Monate gültig, es werde aber über eine Verkürzung nachgedacht. "Wie lange mit einer Booster-Impfung vereinfachtes Reisen in der EU garantiert wird, ist noch nicht geregelt", so der ADAC.

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