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Diese Corona-Strafen drohen bei Verstößen - Update 6.4.

06.04.2020 | 11:45 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Diese Bußgelder gelten in den Bundesländern wegen der Corona-Krise. Update: Bayern erlaubt nun doch den Reifenwechsel.

Der ADAC hat zusammengestellt, welche Bußgelder in welchen Bundesländern wegen der Corona-Krise gelten.

Nordrhein-Westfalen: Treffen sich mehr als zwei Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, müssen diese mit 200 Euro Bußgeld rechnen. Wer ein Picknick macht oder im öffentlichen Raum grillt, muss mit 250 Euro Strafe rechnen. Der Besuch einer Autowerkstatt zum Reifenwechsel bleibt in Nordrhein-Westfalen aber erlaubt.

Baden-Württemberg: Treffen sich im öffentlichen Raum mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, müssen diese mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen. Das gleiche Bußgeld gilt auch bei Verstößen gegen die Fahrt- und Reiseverbote in Baden-Württemberg. Pendler müssen eine Pendlerbescheinigung mitführen. Fehlt diese, droht ein Bußgeld von bis zu 500 Euro. Der Reifenwechsel in der Werkstatt bleibt in Baden-Württemberg erlaubt.

Bayern: Im Freistaat dürfen Menschen ihre Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen. Dazu zählen Arztbesuche, Einkäufe oder der Weg zur Arbeit. Aber auch Spaziergänge, Joggen/Sport oder Gassigehen mit dem Hund sind erlaubt. Aber nur allein oder mit Personen aus demselben Haushalt. Wer dagegen ohne triftigen Grund seine Wohnung verlässt, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Ebenso sind in Bayern Picknicks mit mehreren Menschen verboten. Update 6.4.: Zunächst hatte die Bayerische Staatsregierung sogar den Wechsel von Winterreifen auf Sommerreifen verboten. MIttlerweile hat Bayern aber nachgebessert: Autofahrer dürfen nun in der Werkstatt einen Termin für den Wechsel der Reifen ausmachen. Wegen eines Reifenschadens dürfen Sie ohnehin in die Werkstatt fahren, denn Auto-Reparaturen sind grundsätzlich erlaubt.

Rheinland-Pfalz: Treffen sich mehr als zwei Personen – mit Ausnahme von Familienmitgliedern aus demselben Haushalt - in der Öffentlichkeit, so drohen 200 Euro Geldbuße. Der Reifenwechsel ist erlaubt, sofern kein Verstoß gegen den Mindestabstand oder gegen das Ansammlungsverbot vorliegt.

Für alle anderen Bundesländer, die bislang keine Bußgelder für Verstöße gegen die Corona-Regeln veröffentlicht haben, gilt laut ADAC das Infektionsschutzgesetz. Dieses sieht einen Bußgeldrahmen von bis 25.000 Euro vor. In Brandenburg können ab Dienstag, 2. April 2020, die Kommunen selbst die Höhe der Bußgelder festlegen. Auch Berlin plant einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regeln.

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