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Die Zielgruppe für WinFLP

06.12.2005 | 11:33 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Microsoft definiert die Zielgruppe für WinFLP folgendermaßen: Anwender, die auf älteren Rechnern ältere Versionen von Windows einsetzen und besonderen Wert auf Sicherheitsaspekte sowie eine möglichst leichte Verwaltbarkeit der PCs legen. Und die derzeit aus finanziellen Gründen keine neue Hardware anschaffen wollen oder können.

Mit WinFLP sollen diese Benutzer den Spagat schaffen, einerseits die Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Windows XP zu gewinnen ohne gleichzeitig neue Rechner anschaffen zu müssen. Zudem sollen solche Anwender durch den Einsatz von WinFLP neben neueren PCs mit Windows XP eine einheitliche Infrastruktur bekommen, die sich einheitlich warten lässt.

Microsoft rechnet - oder besser gesagt: hofft - , dass nur wenige Anwender auf WinFLP setzen und sich für diese Kompromisslösung aus alter Hardware und neuer Software entscheiden. Den Redmondern wäre es natürlich deutlich lieber, wenn Besitzer von Oldie-PCs gleich neue Rechner mit Windows XP anschaffen. WinFLP soll also keinesfalls ein Massenprodukt werden.

Microsoft macht das sicher nicht ohne Hintergedanken. Einerseits will das Unternehmen damit verhindern, dass Unternehmen mit vielen älteren Maschinen sich nach alternativen Betriebssystemen wie Linux umsehen. Anderseits werden die älteren Windowssysteme nicht mehr so gut mit Patches versorgt, Microsoft stellt für dieses Windows-Veteranen nur noch Flicken für kritische Sicherheitslücken bereit. Damit bleiben solch ältere Windowssysteme immer eine anfällige Schwachstelle. Und Microsoft muss zähneknirschend Patches für kritische Lücken in alten Windowsversionen entwickeln. Verschwinden die Windows-Oldies aber vom Markt, kann sich Microsoft die Patches dafür sparen.

Die technische Grundlage für WinFLP bildet Windows XP Professional und nicht die Home-Version. Zusätzlich verfügt WinFLP über einige Konfigurationsmerkmale von Windows XP Embedded. Wer jetzt aber denkt, dass ein abgespecktes Windows XP Professional zwangsläufig weniger kostet wird als die Vollversion, der irrt. Zumindest sagt das Microsoft derzeit. Denn der Softwaregigant will sich natürlich kein Konkurrenzprodukt zu Windows XP Pro ins Nest legen.

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