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Die Technik

28.02.2006 | 11:20 Uhr |

Die Technik

Die Fernseh-Macher aus Unterföhring haben sich kurz vor dem Sendestart für modernste Kompressions- und Modulations-Verfahren entschieden: Und zwar MPEG 4/H.264 anstatt wie bisher üblich MPEG 2, sowie DVB-S2 anstatt DVB-S. Der Vorteil: MPEG 4 komprimiert die riesigen HD-Film-Dateien zwei bis drei mal stärker als MPEG 2, und DVB-S2 kann die knappen Sendebandbreiten auf den teuren TV-Satelliten effizienter nutzen als DVB-S. Beides hilft den TV-Sendern, Geld zu sparen. Der Nachteil: Durch einen weltweiten Lieferengpass bei MPEG-4-Decoder-Chips konnte anno 2005 kein einziger Hersteller passende MPEG-4-HD-Receiver in Mengen für private Endverbraucher ausliefern. Das HD-Regelprogramm musste im Oktober 2005 noch ohne echte TV-Zuschauer starten.

Der H.264-Standard ist derzeit die modernste Kompressionstechnologie. Sie ist darauf ausgelegt, die Videokompressionsleistung im Vergleich zu bisherigen MPEG-2-Lösungen typischerweise um das Zwei- bis Dreifache zu verbessern. Die ursprünglich gemeinsam von der International Telecommunication Union (ITU) und der ISO Motion Picture Expert Group (MPEG) entwickelte H.264-Spezifikation kommt bald in vielen Audio- und Videogeräten zur Anwendung. Dazu der Video-Chiphersteller: „Bevor Broadcom den H.264-Kompressionsstandard in Silizium anbot, konnte man diesen ausschließlich über Software nutzen. Da hierfür jedoch eine relativ hohe Verarbeitungsleistung erforderlich war, ließ sich diese Technologie in der Unterhaltungselektronik bisher nicht kostengünstig einsetzen.

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