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Die Suche nach der echten Erklärung

21.08.2007 | 10:44 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Der Ausfall von Skype traf weltweit Millionen von Nutzern des VoIP-Dienstes. Es war zudem der bisher größte Ausfall des Dienstes in seiner fünfjährigen Geschichte. Die Erklärung von Skype, wie es zu diesen Problemen gekommen ist, wird von Sicherheitsexperten mit Skepsis betrachtet. Auch in der Vergangenheit mussten die Anwender Sicherheits-Updates installieren und dazu ihre Rechner neu starten. Bisher hatte es niemals Probleme gegeben. Wieso dies ausgerechnet nun zu Problemen führte, bleibt unklar und auch nicht ausreichend durch die Erklärung von Skype beantwortet. Darauf weist auch das Sykpe Journal hin und verlangt detailliertere Angaben seitens Skype.

Insbesondere die Geschäftspartner von Skype, die sich auf die Funktionsfähigigkeit des VoIP-Dienstes verlassen müssen, verlangen eine plausiblere Erklärung. Sie fordern von Skype außerdem detailliertere Angaben darüber, welche Maßnahmen getroffen worden sind, dass ein solcher Vorfall in Zukunft nicht mehr passieren kann.

Auch Sicherheitsexperte John Bambenek äußert sich im Blog des Internet Storm Center SANS zu den Skype-Problemen. Die offizielle Erklärung von Skype will auch er nicht so recht glauben. Er spekuliert eher darüber, dass eventuell doch ein Angriff auf Skype erfolgt ist, der aber nicht publik gemacht werden soll. Da der Code von Skype nicht offen ist, kann nicht überprüft werden, ob irgendwo eine Lücke steckt, die für einen Angriff genutzt wurde. Er verweist auch darauf, dass in russischen Foren in der vergangenen Woche ein angeblicher Angriffscode kursierte, Skype aber seinerzeit verneinte, dass dieser Code tatsächlich für einen Angriff ausgenutzt werden könnte. Bambeneks Resümee: "Skype beantwortet nicht die Fragen, die wirklich interessant sind."

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