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Die Microsoft-Version

23.09.2005 | 19:02 Uhr |

Die Microsoft-Version

Am konsequentesten hat Microsoft den Weg mit seiner gerade erschienenen Media Center Edition 2005 beschritten. Das Multimedia- Betriebssystem hat sich zur Verwaltungsinstanz im Wohnzimmer gemausert. Es übernimmt die Aufgaben von CD- und DVD-Spieler, Festplatten- und DVD-Recorder sowie Foto- und Musikmanager. Gleichzeitig synchronisiert das System seine Daten mit einem portablen Medienspieler, sobald das Gerät am System andockt. Damit sieht Microsoft die Technik zumindest als reif für das Wohnzimmer des Durchschnittsamerikaners an: Zusammen mit Intel startet gerade eine große Werbekampagne, die dem Verbraucher die Vorteile der Media Center Edition 2005 im Zusammenspiel mit Intel- Prozessoren nahe bringen soll. Microsoft lässt sich nicht lumpen: Der Etat für diese Kampagne liegt bei rund zehn Millionen Dollar. Ähnliches ist in Deutschland allerdings noch nicht geplant.

Multimedia-Alternativen

Natürlich beackert Microsoft kein konkurrenzloses Feld. Alternative Multimedia-Oberflächen gibt es mit Cyberlink Power Cinema, Pinnacle Media Center und Sceneo TV-Central genug. Vor allem Produzenten von Komplettsystemen schätzen die Alternativen zur Microsoft Media Center Edition. Ausschlaggebend ist unter anderem der Preis. Ein PC der Media Center Edition ist aufgrund der Lizenzgebühren in der Produktion rund 100 Euro teurer als ein Media-PC mit gewöhnlichem Windows XP und alternativer Oberfläche. Zum anderen haben die Anbieter mehr Freiheit bei der Auswahl und Integration verschiedener Hardware-Konfigurationen. Auch PC-Bastler konnten bis vor kurzem nur mit der Microsoft-Konkurrenz Cyberlink, Pinnacle und Sceneo ein bestehendes System multimedial aufrüsten. Doch seit wenigen Wochen verkauft das Systemhaus Atelco die Media Center Edition für 120 Euro an Endkunden, die passende Fernbedienung gibt es für 30 Euro.

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