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Die Kostenfrage

Doch viele Mobilfunknutzer - im vergangenen Jahr waren es 71,4 Millionen - können den Mehrwert der neuen Multimedia-Dienste noch nicht so recht erkennen. "Ich nutze mein Handy zum Telefonieren und Versenden von Kurznachrichten", sagt selbst ein Geschäftsmann von E-Plus. Und die Klientel zwischen 15 und 39 Jahren, die Kuczkowski als Kunden verstärkt adressieren will, ist zum Teil nicht zahlungskräftig genug.

Tatsächlich haben die zahlreichen Anwendungen, ob sie nun t-zones, Vodafone Live!, i-Mode oder O2 active heißen, bei vielen Kunden noch den Beigeschmack von Spielerei. Hinzu kommt, dass die Verbraucher nicht erkennen, was die Nutzung tatsächlich kostet. "Welcher Nutzer kann vorher abschätzen, wie groß die Datenmenge eines polyphonen Klingeltones ist oder wie lange der Download einer unbekannten Mail dauert", fragt Roman Friedrich, Telekom-Experte von Booz Allen Hamilton.

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von UMTS, resümiert das Beratungsunternehmen in einer Studie über den Erfolg von UMTS-Anwendungen, sei Transparenz bei der Preisgestaltung. Dabei kämen Pauschalpreismodelle, die so genannten Flatrates, ebenso in Frage wie Extrapreise für zielgruppenspezifische Bündel von mobilen Datendiensten. Volumen- oder zeitbasierte Tarifmodelle aber würden bei den Verbrauchern überwiegend abgelehnt.

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